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2,1 (1823)
Entstehung
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Auf der andern Seite ist es eine gewöhnlicheErscheinung, wenn irgend ein Organ besondersergriffen ist, da ts sich ah dann fast eine jede krank-hafte Veränderung des Körpers in ihm vorzugsweise'und auch wohl zuerst bemerkbar macht, so beiSchwangeren in der Gebärmutter, bei Schwindsüch-tigen in den Lungen u. s. w. Ein solcher Theilist dann gleichsam der Centrallheil des ganzenOrganismus, so dafs fast alle psychische und phy-sische Reize auf ihn einwirken, oder von ihm an-gezogen werden.

Hin und wieder ist es auch nicht Sympathie, wasso genannt wird. Gewisse Empfindungen nämlichkönnen zusammen ein Ganzes ausmachen und müssenalso nothwendig auf einander folgen. Wenn z. B.in einer Epidemie das Leiden von gewissen Drüsenam Kopf plötzlich auf die Hoden übergeht, so magder epidemische Krankheitsreiz in seiner Eigenthüm-lichkeit recht wohl erst jene Drüsen, z. B. die Parotisund dann die Hoden krank machen müssen; soschreiten manche Exantheme in bestimmter Ordnungvon gewissen Theilen zu andern fort.

Ein anderes Mal entsteht die Sympathie durchAssociation. Sind zum Beispiel zwei Theile öfterszusammen krank geworden, so zieht hernach dasLeiden des einen Theils gar leicht das des andernnach sich. Diese Theile haben krankhaft einenähere Beziehung zu einander bekommen, als sieim gesunden Zustande hatten. Es sind zwei Krank-heitsheerde, wenn man will.

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