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2,1 (1823)
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da die damit Befallenen sich sehr leicht verletzen,verbrennen u. s. w., indem ihr Seelenorgan von denReizen nicht gehörig, wenigstens nicht früh genugunterrichtet wird. Gewifs mit Recht ist der Schmerzder treueste Wächter genannt, und oft rettet ernoch, wo der durch Leidenschaft geblendete Ver-stand den Menschen verläfst»

Man hat zum Theil den Wilden, namentlichden Amerikanern ein stumpfes Gefühl zugeschrieben,weil sie Verletzungen wenig achten, und oft bei denstärksten Martern ihre sie peinigenden Feinde ver-höhnen und zu neuen Martern reizen. Allein siesind dazu erzogen, und würden sich und ihre Nationbeschimpfen, wenn sie anders handelten; je stand-hafter sie sich hingegen betragen, desto mehr Loberndten sie ein, selbst bei ihren Feinden. Welcheschmerzhafte Operationen ertragen nicht oft beiuns die Kranken mit der gröbsten Ruhe; wie mar-tern nicht oft ehrsüchtige Bonzen und Fakirs ihreneigenen Körper; was erduldeten nicht die Märtyreraller Zeiten, von denen gewifs viele in Weichlichkeitauferzcgen und sonst gegen Schmerzen sehr em-pfindlich waren.

Anm. Eine sonderbare Störung in der Nerveneinwirkungauf einen Theil giebt einerseits das sogenannte Einschlafen,andererseits das sogenannte Absterben der Glieder. Das Ein-schlafen (stupor) kommt bei allen Menschen vor, und mankann es selbst bei sich erregen, wenn man die Nerven drückt,2. B. den Arm so über eine Stuhllehne hält, dafs die Achselgrubedadurch gedrückt wird. Die Störung im Nerven mufs dabei