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indem; er sagte, dafs durch 'dasselbe der Seele der Zustand ihresKörpers vorgestellt werde, und zwar vermittelst der Nerven,die durch den Körper allgemein verbreitet sind; die Empfindung(sensatio externa) entsteht hingegen nach ihm durch die Sinneund stellt der Seele die Welt vor. Offenbar verwechselte eraber hierbei das allgemeine (äufsere) Gefühl und den Tastsinn,die doch sehr verschieden sind, denn sonst hatte er jenes nichtzu den Sinnen gerechnet. Jenes allgemeine Gefühl nämlich istüberall auf der Oberfläche und im Inneren unsers Körpers, derTastsinn hingegen nur in unsern Fingerspitzen. Im Grundegehört aber Reil blos das Wort Gemeingefühl, denn die Sacheist von Lei deu fros t unter der Benennung Lebensgefühl ebenso dargestellt.
Soll unterschieden werden, so mufs die allgemeine Empfind-lichkeit in das (äufsere) Gefühl und £ innere) Gemeingefühlgesondert und von beiden die Sinnes - Empfindung getrenntbleiben.
Caenaesthesis. Diss. praes. J. Clir. Reil resp. Chr. Fr.Hübner. Hai. 1794- S- übers, von J. F. A. Mertzdorff in:Zergliederung der Verrichtungen des Nervensystems von de laRoche. Halle 1794- 8- 2- B. 1795. S. 225 — 303-
§• 270.
Wenn die auf uns einwirkenden Reize 215.216-) geringe sind, vorzüglich, wenn sie zugleich oftwiederkehren, so werden sie im gesunden Zustandewenig oder gar nicht empfunden und lassen unsgleichgültig. Dies gilt hauptsächlich von dem Ge-meingefühl, so dafs wir bei voller Gesundheit keinenTheil unsers Körpers fühlen, ja oft selbst nichtanders fühlen können, als wenn wir besonders aufihn einwirken. Ist der Einflufs der Reize hingegenstärker, so kann er, bis auf einen gewissen Punct,