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2,1 (1823)
Entstehung
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Dieses bietet wieder einen merkwürdigen Unter-schied zwischen der den Nerven einwohnenden undder gewöhnlichen electrischen Kraft dar, denn durchGalvanisiren kann die Leitung zwischen zerschnit-tenen Nervenenden unterhalten werden, welche diesefür sich selbst nicht, zu behaupten vermochten.

Diese einzige Thatsache wäre eigentlich schonimStande, die von Alex. v. Humboldt (Ueberdiegereizte Muskel- und Nervenfaser. 1. B. S. 163171. S. 211 234.) und von Reil (Exerc. Anatt.p. 28. Physiol. Archiv. III. S. 200.) angenommeneHypothese von einer Nerven-Atmosphäre(Atmosphaera nervorum sensibilis) zu widerlegen,welche nach dem Ersteren darin besteht, dafs umjeden Nerven ein empfindlicher Dunstkreis (wie einHeiligenschein) sich bis auf 5 / 4 Linien erstreckt,So dafs innerhalb desselben der Nerve wie in seinerSubstanz selbst wirkt; während Reil gradezu sagt,dafs der Nerve den ihn zunächst umgebenden Thei-len seine Kraft zu empfinden mittheilt.

Reil stützt sich vorzüglich darauf, dafs dieHaut überall auch die leiseste Berührung empfinde,ohne dafs überall Nerven anzunehmen sind: alleinwir wissen, wie aufserordentlich fein sich die Haut-nerven zerästeln, so dafs ein anscheinend kleinerTheil sowohl Gefäfse als Nerven in grofser Menge,aber auch in grofser Zartheit besitzen kann. Mandarf hierbei nur an kleine Thiere, z. B. eine Milbedenken, die in ihrem Körperchen Nerven, Muskeln,Gefäfse u. s. w. besitzt. Es ist auch falsch, dafs