Druckschrift 
2,1 (1823)
Entstehung
Seite
15
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Dieser Umstand hat wahrscheinlich Gail bewogen,sie überall, sey es auf der äufseren Fläche, sey esim Innern des Gehirns und Rückenmarks, als Gan-gliensubstanz zu betrachten: eine Ansicht, welcheauch vor allen bisherigen den mehrsten Beifall zuverdienen scheint. Sie besteht grofsentheils ausGefäfsen, überdiefs aber aus einem eigenthümlichen,der Analyse nach (§. 175.) der weifsen Substanzsehr analogen Stoff, und wenn gleich nicht alleNerven, namentlich die des Rückenmarks, von wel-chen es Gail gradezu behauptet, bis in die graueSubstanz verfolgt werden können (§. 255.), so darfsie doch als für die Nervenfasern vermittelnd und,vielleicht selbst als verstärkend angesehen werden.

Anm. 1. In mehreren Theileft des grofsen, doch vorzüg-lich im kleinen Gehirn findet sich eine Modification der grauenSubstanz, zwischen dieser und der weifsen, als gelbliche odergelbröthliche Masse (substantia interraedia), die indessen, wiedie graue selbst, sehr variirt, welche letztere auch in den Hirn-Schenkeln schwärzlich erscheint. Soemmerring (De basiencephali Gott. 1778- 4- p. 182. d.) ,hat zuerst ausdrücklichdarüber gesprochen, doch mag Franc. Gennari, der sich dieEntdeckung zuschreibt (De peculiari structura cerebri. Parma1782. 80 von selbst darauf gekommen seyn, wie man auch imGrunde bei Malacarne (Nuova esposizione della vera strut-tura del cervelletto. Torino 1776* 8- p. 1220 die Sache, nurnicht so ausgesprochen, findet.

Im Negergehirn haben Mehrere schon die Substanzendunkler gefunden, und ich sah sie ebenfalls in der Art bei einemMulatten; Flor. Caldani (Congetture sopra luso della glan-dola Timo con alcuni altri discorsi. Venez. 1808- 4 - p* 380 fandblo8 die graue Substanz im Hirnknoten zweier Neger dunkler