Druckschrift 
2,2 (1828)
Entstehung
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fünfzig Toisen vom Gipfel des Chimborazo entfernt) verlo-ren Humboldt und Bonpland Blut aus den Lippen, demZahnfleisch und den Augen. Bei 2773 T. Höhe und Luft-druck von 11475 bekommen die Ochsen, in den Ebenen unterdem Vulkan von Autisana, wenn man sie jagt, Blutbrechen:nach Humboldt. Bei 2450 T. Höhe und 12539 Luftdruckauf dem Gipfel des Montblanc zählte de Sauisure 101,3Pulsschläge; bei 1792 T. und Luftdruck von l4492/2 derselbeauf Roche-Michel 101,3 Pulsschläge, als die Mittelzahl bei denIndividuen, die nicht an Beklemmung (mal au coeur) gelittenhatten; bei 1763 T. und 14950 Luftdruck auf dem Col dugeant derselbe 81,3 Pulsschläge; bei 1736 T. auf dem Col duMont-Cervin, litten die Maulesel von der Dünnheit der Luft.

§. 440.

Wenn wir den Einfluß des Athmens auf dieBildung und Erhaltung des Bluts würdigen wollen,so gehen wir nach meiner Meinung den richtigstenWeg, wenn wir den Erfolg der krankhaften Er-scheinungen verfolgen, statt die Veränderungen beidem natürlichen Vorgänge chemisch zu untersuchen,die uns grofstentheils verborgen bleiben.

Das Blut, welches aus den Lungen, also nachgeschehenem Athmen, zu der hintern Herzkammergebracht wird, um durch die Aorta überall hingeführtzu werden, und daher vorzugsweise arteriell genanntwird, zeichnet sich durch eine lebhaftere Röthe aus,während das Blut, welches die Hohladern zum Her-zen zurückführen und das durch die Lungenpulsaderzu den Lungen gebracht wird, eine dunklere Farbezeigt und venös genannt wird. Man hat oft aufeine übertriebene Weise diefs letztere Blut schwarz,