Druckschrift 
2,2 (1828)
Entstehung
Seite
395
Einzelbild herunterladen
 

Umgekehrt kann der Mensch auch eine sehrzusammengedrückte Luft ertragen, wie z. B. in derTaucherglocke, wo zwar zuerst dadurch unange-nehme Empfindungen und Harthörigkeit entstehen,wenn jene Luft durch die Eustachische Röhre indie Paukenhöle eintritt, auch der Kopf sehr be-klemmt wird, so dafs hernach bei dem Aufsteigenaus der See ganz entgegengesetzte Empfindungeneintreten. Narrative of a Descent in the Diving-Bell. By L. Th. F. Colladon. Edinburgh 1822.Ein halber Bogen in 8vo.

Die Feuchtigkeit und Trockenheit der Luft hatebenfalls einen grofsen Einflufs auf das Athmen, undnoch mehr, je nachdem sie zugleich wärmer oderkälter ist. Im Allgemeinen athmet sich die trockneund kühle Luft leichter; die feuchte kalte Luft istimmer unangenehm; die warme, mäfsig feuchte hin-gegen ist Menschen wohlthätiger, deren Lungen ineinem gereizten Zustande sind, daher ist Menschendas Wohnen in oder neben Kuhställen und manchesAehnliche empfohlen, was auch auf anderm Wegezu erreichen ist, besonders durch den Aufenthaltunter einem wärmeren Himmelsstrich.

Anm. L. Jurine (Memoire sur 1'angine de poitrine. Paria1815* 8* p* 354.) bat einige interessante Data über die Folgendes veränderten Luftdrucks zusammengestellt» die ich daher vonihm entlehne.

In einer Höhe von 3600 Toisen über der Meeresfläche, beieinem Luftdruck von 9521 Pfund, fand Gay-Lussac seine Re-spiration merklich erchwert und wie das Atbembolen beschleunigt. Bei 3031 T. Höhe und 10950 Luftdruck (zweihundertund-

G c 2