Druckschrift 
2,2 (1828)
Entstehung
Seite
372
Einzelbild herunterladen
 

372

Menschen haben, selbst wenn ihr Wachsthum ganz-lieh beendigt ist, eine oder beide Lungen kleiner

als gewöhnlich- sie können ferner durch ehmalige ^

Krankheitszustände theilweise, oft in sehr grofserAusdehnung, gegen die Aufnahme der Luft geschlos-sen und unbrauchbar seyn, und wir finden wenige ' : 1

Leichen alter Menschen, in denen die Lungen völ- fIWl

lig gesund wären, selbst von der Farbe abgesehen,wovon hernach. ^

Ein sehr achtungswerther Naturforscher, Abild- " Jt

gaard (Nord. Archiv. 1. B. S. 2.) sagte, dafs erdurch Versuche an sich selbst, dessen Brust zu den. kleinen gehöre, gefunden habe, dafs er bei jedemAthemzuge drei Kubikzoll Luft einathme. Später- tt,

hin (das. S. 205.) bestätigte er, dafs er bei ruhigem and

Athemholen jedesmal nur drei Kubikzoll Luft auf- Ui

fange; bei jedem sechsten oder siebenten Zuge ah

schöpfe er jedoch etwas tiefer, so dafs fünf bis sie- wl!

ben, zuweilen auch wohl fünfzehn Kubikzoll ein- als

drängen. Durch sechszehn auf einander folgende tei

Züge, deren jeder so tief war, dafs sie kein driik- er

kendes Gefühl hinterliefsen, habe er bald vierzig, bald 25

achtundsiebenzig, bald neunzig, höchstens sechs-undneunzig Kubikzoll auageathmet, also jedesmal y

drei bis sechs. Er fügt jedoch selbst hinzu, dafs ^Herholdt, der eine geräumige Brust habe, jedes-mal zwanzig bis neunundzwanzig Kubikzoll athme,

M. F. K eutsch (Diss. de actione Gas oxygenii

per pulmones respirati. Havn. 1800. Nord. Arch. ^

II. 1. S. 184.) will in seinen an sich, doch viel-