Druckschrift 
2,2 (1828)
Entstehung
Seite
367
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Beispiel, dafs ein Taucher über zwei Minuten un-ter Wasser geblieben wäre. Haller (III. p. 2(58.)bringt ebenfalls Zeugnisse dafür bei. Wenn Men-schen längere Zeit in Wasser gelegen haben unddennoch gerettet sind, so ist diefs auf eine andereWeise zu erklären: sie fielen nämlich vielleicht as-phyctisch hinein, oder sie kamen zwischendurch wie-der empor und schöpften etwas Luft; doch habeich auch selbst dabei nie gesehen, dafs irgend Je-mand gerettet wäre, der eine halbe Stunde imWässer gelegen hatte.

Es ist aber nur die atmosphärische Luft,welche das Leben auf die Dauer erhalten kann,alle anderen Gasarten sind dazu unfähig. Sie istsich aufserordentlich gleich, und sie mag über demMeer, oder auf dem Lande, im Thal oder auf Bergengeschöpft seyn, überall besteht sie aus einem Ge-misch von ungefähr einundzwanzig Theilen Sauer-stoffgas und neunundsiebenzig Stickstoffgas. G. D es-pretz (Traite elementaire de Physique. Ed. 2.Paris j 827- 8. p. 800.) hat sie 1822 und 1826 unter-sucht: in dem einen Versuche bestand sie aus 20,99Sauerstoffgas und 79,01 Stickstoffgas; in dem an-dern aus' 21,01 zu 78,99; in dem dritten aus 21,02zu 78,9S. Das Mittel davon ist dasselbe, als esAlexander von Humboldt und Gay-Lussac1805 erhielten, und Despretz schliefst daraus,dafs, wenn die atmosphärische Luft eine Verände-rung erleidet, diese zu gering sey, um in einem