(Ueber die häufig herrschende Lungenseuche des Rindviehs.Berlin 1821- 8») j ene Theilbarkeit der Ilindslungen als die Ur-sache angegeben, warum dieselben in der chronischen Lungen-entzündung so sehr verändert werden können, als wir es beikeinem andern Thier, noch bei dem Menschen sehen. In denlockern Zwischenräumen aller auch der kleinsten Lungenläpp-chen, ist nämlich fiir Ausschwitzungen Raum und Gelegenheit, sodafs solche Lungen von drei bis auf dreifsig oder vierzig Pfundezunehmen können. Eine geringe Analogie jenes Baues ist beidem Schafe; sehr verschieden ist es dagegen bei dem Pferde,dem Schweine, und andern von mir untersuchten Thieren, sodato die Kalbslungen sich zu manchen Versuchen am bestenpassen. Die nähere microscopisch'e Untersuchung ausgespritzterSäugtbierlungen möchte auch vielleicht interessante Resultategeben.
Die Luftröhre der Säugthiere bietet bekanntlich grofse Un-terschiede dar, wie schon §. 355. erwähnt ist. Die daselbstA<im. 3- gedachte Varietät an der Luftröhre eines jungen Lö-wen, wo ein mittleres Längsstück zwischen den sechs ersten da-durch getheilten Queerringen lag, habe ich in der Art nachherbei ein Paar andern jungen Löwen nicht wieder gesehen, aberbei einem vierten neugebohrnen ist sie angedeutet, zwischenden sechs ersten getrennten Queerringen liegen nämlich in derMitte drei kleine Knorpelstückchen; dadurch wird die Analogieder Luftröhre mit Rippen und Brustbein noch gröfser: hiersind nämlich noch die einzelnen Stücke, wie am Brustbein desFoetus, getrennt, dort zu einem Längsstück verwachsen.
Von diesen Eigenthümliclikeiten abgesehen, ist der Mecha-nismus des Athemholeirs bei den Säugthieren, wie bei demMenschen, und bei ihnen auch der nämliche Unterschied indem Kreislauf des Foetus wegen des mangelnden Atliemholens,worüber ich in dem folgenden Buche von der Erzeugung handle.Dort werde ich auch von den angeblichen Kiemen der mensch-lichen und Säugthier-Foetus sprechen, welche Rathke ge-funden zu haben glaubt, und gegen Blain vi Ile zeigen, dafs