KitzelD, wobei Jenes sympathisch erregt wird, oftdurch blofse Vorstellungen oder Erinnerungen daran,besonders bei Kindern. Das Lächeln ist oft derAnfang des Lachens, oft bleibt es aber auch beijenem, besonders bei älteren Personen, die mehrGewalt über sich haben.
Das Weinen (fletus) ist dem Lachen sehr ver-wandt und wenn man nicht das Gesicht der Kin-der sieht, so weifs man oft nicht, ob sie lachen oderweinen; oft wechselt es auch bei ihnen und denWeibern krampfhaft ab. Gewöhnlich bringt ein kör-perlicher oder psychischer Schmerz dazu, zuweilenSympathie; der Mann weint nicht leicht wiegen ei-nes körperlichen Schmerzes, wohl aber ist die Rüh-rung über etwas Edles und Schönes im Stande, ihndahin zu bringen. Es bleibt aber dann bei ihm ge-wöhnlich bei einer kleinen Zuckung im Gesicht, beidem Hervortreten einzelner Thränen, und nur kör-perliche oder geistige Schwäche bringt ihn zum vol-len Weinen; bei Greisen ist diefs daher leichter.Das Weib, wie das Kind, weint gewöhnlich laut, mitähnlichen kurzen, schallenden Athemzügen, wie beimLachen, allein unter Vergiefsung vieler Thränen.Wird das Athmen dabei beschwerlicher, so wird ge-wöhnlich durch Seufzen (suspirium) oder langsa-mes, tiefes, hörbares Ein - und Ausathmen Erleich-terung geschafft; doch entsteht auch zuweilen dasSeufzen ohne Traurigkeit, wegen gestörten Athem-holens; zuweilen ist es auch blofse Angewöhnung.Häufig entsteht auch beim starken Weinen das
Schluch-