Druckschrift 
2,2 (1828)
Entstehung
Seite
350
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mehr vermögen, den Athem zurück zu halten. Wirsehen diefs bei dem Anstrengen (nisus), wo wirdie Luft zurückhalten, entweder blos um dem Kör-per überhaupt mehr Festigkeit zu geben, wie beidem Ringen, Anstemmen u.'s. w., indem sich dieMuskeln des Stamms gegen denselben überall zu-sammenziehen und ihn so halten und unterstützen,oder indem zugleich das Zwerchfell und die Bauch-muskeln sich zusammenziehen und die Eingeweidedes Bauches drücken, um eine Ausleerung zu be-wirken, oder die Geburt zu befördern. Da aber dieBrust 6ich hierbei in einem gezwungenen Zustandebefindet, auch das Blut von dem Kopfe schwer ab-fliefst, so wird eine sehr starke Anstrengung nielange ertragen, sondern es bricht leicht ein Angstge-fühl hervor, und es entsteht ein Keuchen (anhe-litus) und Aechzen (gemitus), ein schnelles, be-schwerliches Athmen, mit kurzen klagenden Tönen.Die Veränderung der Gestalt der Brust durch denWillen, wie sie Galdani angiebt, ist auch nur einAnstrengen, allein freilich eigenthümhch durch dieWirkung auf einen gewissen Theil der Brust, wel-ches nur dadurch begreiflich wird, dafs von früherJugend an dazu gethan war.

Ein ganz anderes ist es, wenn mittelbar dasAthmen angehalten wird, wie man behauptet, dalsdie Negersklaven zuweilen durch Zurückschlagender Zunge (wozu wohl ein sehr langes Zungenbänd-chen gehören würde), sich den Erstickungstod geben.

Die Modificationen des Athmens sprechen eben-