Druckschrift 
2,2 (1828)
Entstehung
Seite
348
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und Dupuys in Alfort Angestellten Versuchen folgerte dafjdie Durchschneidung der Vagi die in den Lungen nöthige Ver-änderung der Luft aufhöbe, von diesen Nerven also gradeau dieHämatose abhinge: so ward die Sache schon von H. M. Du-crotay de Blainville (Propositions extraites dun essai surla respiration, suivies de quelques expe'riences sur iinfluence de lahuitierae paire de nerfs dans la respiration. Paris 1808- 4.) wie-derlegt, so wie späterhin von Jean Michel Provenral (Me-moire toucbant Pinfluence que le nerfs des poumons exercentsur les phenomenes cliimiques de la respiration. Paris 1810. 8-und von lo Gallo is (in dem oft genannten Werke S. 189» uijdfolg.); am ausführlichsten aber von Emmert (Reils Archiv9. B. S. 380 420- 11. B. S. 117 130.), so dafs es ausge-macht ist, dafs der chemische Procefs keineswegs durch dasZerschneiden der Vagi in den Lungen aufgehoben wird, son-dern dafs die Lungen, die Luftröhre und der Kehlkopf dadurchgelähmt werden. Vergl. §. 354. Anm. 5. '

§. 432 .

Man stritt sich ehmals viel darüber, ob dasAthmen eine willkührliche oder unwillkürlicheHandlung sey: in den neueren Zeiten ist man hin-gegen allgemein darin übereingekommen, dafs dasAthemholen gewöhnlich ohne den Einflufs des Wil-lens geschieht, allerdings aber durch denselben be-stimmt werden kann. Haller hielt es besonders<4bswegen für eine willkührliche Handlung, weil ernicht zugeben wollte, dafs dieselbe Handlung willkühr-lich und unwillkiihrlich geschehen könne, allein dieErfahrung wiederlegt ihn hinlänglich.

So lange wir bei voller Gesundheit wachen,denken wir nicht an das Athemholen und es gehtruhig fort; ist Müdigkeit, Schwäche oder eine an-