Druckschrift 
2,2 (1828)
Entstehung
Seite
346
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bei der Section den Kehlkopf, die Luftröhre und ihre Aeste mithalbverdauten Nahrungsmitteln angefüllt fand.

Diese Beispiele beweisen zur Genüge, dafs es gar nicht soschwer hält, dafs etwas in den Kehlkopf und die Luftröhre ge-räth, und verdienen daher wohl berücksichtigt zu werden.

Anm. 4- Die weifsgelblichen Längsfasern der Luftröhreund ihrer Aeste hat schon Morgagni (Advers. I. 25. Tab. I.)richtig dargestellt und bis in die äufsersten Enden derselbenverfolgt, so wie er auch (das. Taf. 2 ) die aufserhalb gelegenendeutlich wahrnehmbaren Queerfasern zwischen den Enden desLuftröhrenknorpel beschrieb. Vor ihm sind die Fasern zwarauch schon, doch nicht so genau in den Obss. anat. Coli, pri-1 vat. Amstelod. P. 2- p- 4- angegeben. Nach ihm haben Man-che den Bau minder richtig geschildert, z. B. die Längsfasernhinter den Queerfasern angenommen, oder wohl gar zwischenden Rändern der Knorpel kurze Längsfasern beschrieben. der-gleichen nie Vorkommen. Vortrefflich hat dagegen Franz Dan.Reifs eisen in seiner Preifsschrift über den Bau der Lungen(Berlin 1822- fol.) die Beschaffenheit der Längsfasern auseinan-dergesetzt und Taf. 1 und 2- abgebildet. Ich möchte eie jedochweder mit den Fasern der Arterien, noch mit denen der Gebär-'mutter zusammenstellen, sondern sie für eigenthü'mlich halten.Was die Queerfasern betrifft, so bin ich zweifelhaft, ob sie sicheben so weit als die Längefasern erstrecken, wie es Reifseisenglaubt. Wenn sie auch gegen die Knorpel der Luftröhre undder Bronchi gestellt notliwendig waren, und sehr stark entwik-kelt sind, so ist es doch anders mit den zarteren Aesten, denenalles Knorpelartige fehlt, und wo sie gerade R. noch weiter lau-fend und die Aeste ganz umgebend annimmt. Die Enden derBronchi sind so zart, dafs man wohl die Fasern daran sehenmüfste, wenn sie da wären, allein man sieht nur Gefäfse daran.Reifseisen bezieht sich auf Varniers Versuche (Mem. surl'irritabilite des poumons. In: Mem. de la soc. roy. de Me'd.an 1779- p- 302 4150 und hält dadurch die Muskeln für er-wiesen, allein Varnier selbst gesteht, dafs er sie nicht darstel-