Druckschrift 
2,2 (1828)
Entstehung
Seite
336
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(Stertor). Dagegen kann aber auch mit dem Mundeallein geathmet werden, und ich habe schon §. 293.Anm. Beispiele von Menschen angegeben, wo dieChoanen gänzlich verschlossen waren, so dafs nurein Athmen durch den Mund möglich war. Vergl.§. 384.

Wie sehr das Oeffnen des Mundes bei uns mitdem Athmen in Verbindung steht, sehen wir beidem Gähnen (oscitatio) nach Müdigkeit oder irgenderschwertem Athmen: hier wird nämlich der Mundstark geöffnet und lange offen erhalten, währendsich auch der Kehlkopf und die Brust erweitert,um recht stark und tief einzuathmen, worauf dennwieder stark ausgeathmet wird. "Wir sehen es auchbei dem letzten Athmen der Sterbenden, so wiebei Wiederbelebungsversuchen, wo, wenn sie ganzoder theilweise gelingen, ein leichtes Oeffnen desMundes, dann ein Gähnen, oder wie man es ge-wöhnlich nennt, ein Schnappen nach Luft entsteht.Hin und wieder vermögen alle Bemühungen nichtmehr, als ein solches anfangendes Gähnen zn be-wirken, womit das Leben' ganz erlischt. Diefs er-klärt uns auch leicht das erste Athmen, denn durchdie unangenehmen Eindrücke, denen die Kinder wäh-rend der Geburt und gleich nach derselben ausge-setzt sind, fangen sich ihre Gesichtsmuskeln an zubewegen, Mund und Nase öffnen sich und ziehenunwillkürlich Luft ein, so dafs zugleich ein Schreienerregt wird. Dasselbe geschieht,, wenn sie asphyctischzur Welt kommen und man sie durch Schütteln

oder