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2,2 (1828)
Entstehung
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innert sich nicht an Fontanas lehrreiche Ver-suche, wo das Ticunas-Gift, so wie es in die Dros-selader der Kaninchen gebracht ward, sie tödtete,als ob sie vom Blitz getroffen wären, so dafs derTod gewöhnlich den Convulsionen vorgreift, und we-nige Secunden dazu hinreichen, wie es scheint, bisdas Gift zum Herzen kommt; brachte er das Pfeilgifthingegen in den Schenkel der Thiere, so bedurfte esmehrere Minuten, um den Todzu bewirken. Traite surle venin de la vipere T. If. p. HO, p. 102. Eben sofand er es mit dem Viperngift, nur tödtete es schnellerin andern Theilen; nicht voll so schnell, aber dochauch in sehr kurzer Zeit, wenn es unmittelbar in dieDrosselader gebracht ward. Es ist auch bekannt,dafs nicht? blos der Tod erfolgt, sondern dafs gleich- die Reizbarkeit erlischt, schnell die Fäulnifs um sichgreift: wer könnte hier also an eine Einsaugungdurch Saugadern, durch einen Transport des Giftsin denselben u. s. w. denken? Wenn daher Ma-gen die (Physiologie Ed. 2. T. 2. 265.) zwei Grane(also nicht wenig) eines der stärksten Gifte, desUpas Tiente, dem Hunde in den Fufs brachte(deux grains enfonces dans la patte), so mufstedas Gift ja in das Blut kommen, und da war eswohl kein Wunder dafs die Wirkung des Giftesvor der vierten und der Tod vor der zehnten Mi-nute eintrat.

Anm. 1. Fontana machte bekanntlich die Erfahrung,dafa wenn er die von Vipern gebissenen Theile früh genug un-terband, oder amputirte, das Gift auf den übrigen Körper kei-