Speicliel, in den Knochen u. .8. w. zu erklären sey, In ihrenVersuchen, wo das Quecksilber Kaninchen, Iiunden und Kat-zen äufserlich eingerieben ward,' zeigte die Destillation des Blutsallerdings Quecksilber darin. Aufser der angewandten Mengekommt es abfer wohl vorzüglich darauf an, wie bald nach-her der Tod erfolgt, denn nach längerer Zeit wird wohl alles(wenigstens gewöhnlich) fortgeschafft. Auf dem hiesigen ana-tomischen Theater, wo jährlich ungefähr drittehalbhundert Lei-chen secirt, und viele Knochen macerirt werden, ist noch nieQuecksilber gefunden worden, obgleich sehr viele Menschen an.gehörten, die ebmals damit behandelt wurden: allein es werdenkeine Leichen von Menschen aufgenommen, die während derBehandlung (in der Lustseuche) starben.
Ein hiesiger ausgezeichneter Arzt, Heinrich Meyer,kämpfte stets gegen die Aufnahme des Quecksilbers (und ande-rer Metalle) in Cbylus und Blut; er veranlagte unserr Klap-rptli zu Versuchen, die negativ ausfielen, so gut wie die,welche sein Neffe Franc. Ge. Fr. Rhades (Expp. quaedamcirca quaestionem, an Hydrargyrum externe applicatum in cor-pore et praesertim in sanguine reperiatur. Hai. 1820. 8.) an-stelite. Meyer glaubt, dafs das Blut der mit Quecksilber behan-delten Thiere, wenn man bei dem Aderlässen nicht vorsichtiggenug war, selbst von demselben verunreinigt sey, indem dasBlut z. B. über die Haut fliehst, oder den Händen des OperateursQuecksilber anhängt u. s. w.
E. L. Schubarth (Beiträge zur nähern Kenntnifa derWirkungsart der Arzneimittel und Gifte. In Horn’s Archiv1823) wandte daher die Vorsicht an, dafs das Blut eines Pfer-des, dem eine sehr grofse Menge Quecksilbersalbe (vom 5tenJulius bis zum 3ten August, wo es starb) eingerieben ward,durchaus nicht verunreinigt werden konnte, und fand bei derDestillation desselben, kleine Quecksilberkügelchen darin. Erschob auch die früher mislungenon Versuche mit Recht derkleinen Menge des Bluts zu, welches man untersucht hatte;allein er selbst hatte nur zwei Quart Blut zur Untersuchung