Druckschrift 
2,2 (1828)
Entstehung
Seite
261
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schon zuvor in dem obern Theile des Ductus tho-racicus gezeigt hatte.

Den für die Einsaugung der Venen sprechen-den ersten Punkt darf ich also wohl für beseitigthalten. Der andere dafür angelührte Grund ist vonder Lungeneinsaugung entlehnt.

Dafs in den Lungen leichter, als in manchenanderen Theilen, eingesogen wird, ist unwider-sprechlich und längst bokannt. Ihre zarte, in-nere Haut ist außerordentlich leicht durchdring-bar, wie die innere Haut der Mundhöle, die derEichel u. w. Daher nimmt man durch das Ein-athmen so leicht Terpenthintheilchen auf, die demHarn späterhin einen Veilchengeruch geben, undA. C. Mayer (Ueber das Einsauguugsvermögender Venen des grofsen und kleinen Kreislaufsystems.In Meckels Archiv 3 B. S. 485503.) hat eineReihe schätzbarer Versuche über die Einsaugung inden Lungen angestellt, wodurch er zugleich' darge-gethan zu haben glaubt, dafs es vorzugsweise dieVenen der Lungen sind, welche dabei einsaugen.

Erstlich nämlich will Mayer das blausaure Kalifrüher im Blut als im Ghylus, und zweitens dasselbefrüher in der linken als in der rechten Hälfte des Her-zens gefunden haben. Es ist Schade, dafs Mayer nurdie Resultate seiner Versuche und nicht diese selbstmitgetheilt hat, wobei man natürlich leichter darüberurtheilen könnte: sind aber jene beiden Thatsachenrichtig, so ist es erwiesen, dafs die Lungenveneneinsaugen; denn die Hypothese des sonst so treffli-