Druckschrift 
2,2 (1828)
Entstehung
Seite
252
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aber diese Fütterung wieder aus, so verlieren dieKnochen mit der Zeit wieder nach und nach dierothe Farbe und werden endlich weifs, wie vorher.Im Knorpel, wenn er verknöchert, geht eine solcheVeränderung vor, dafs wir gezwungen sind, überallbei der Absetzung der Stoffe, welche die Verknö-cherung bewirken, zugleich eine Fortschaffung dererweichten Theile anzunehmen, denn nur so läfstsich die Bildung der Markröhre, der Markzellen u.s. w. erklären. Man kann diefs durch Alles durch-führen, wo eine Veränderung geschieht, z. B. beidem Zahnwechsel, wo die Wurzeln der Milchzähneaufgesogen werden, und blofse Kronen ausfallen,bei der Bildung neuer Zahnzellen u. s. w. und aufeben diese Weise läfst sich nur jeder Stoffwechseldenken: jede Reproduction; jedes Schwinden derTheile im Alter.

Anm. Die Einsaugung der flüssigen Theile schien leichterbegreiflich, und ward daher zuerst angenommen, obgleich zuwei-len zu weit ausgedehnt. So ist hin und wieder behauptet wor-den, dafs der Nervensaft eingesogen werde, worüber schon§ 259- gesprochen ist; und es glauben noch gegenwärtig Vielean eine Einsaugung des Samens', die gewifs nichts für sich hat,wovon im letzten Buche. M. Gierl (Ueber die Resorptionder cataractosen Linsen in der vordem Augenkammer, in denBaierschen Annalen aus dem Gebiete der Chirurgie u. s. w.

1- B. 1- St. Sulzbach 1824. S. 82 95.) erzählt gegen Wal-ther, der jene Resorption allgemein annimmt, ein Paar Fälle,wo dieselbe nach mehreren Monaten durchaus nicht zu bemer-ken war, und die Linse oder deren Stücke durch die Operationwegzunehmen waren. Chelius (in seinem Bericht über dasKlinikum zu Heidelberg: Näheres finde ich nicht in meinen Ad-