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den Gefällen Luft einblies und die so aufgeblasenen Drüsentrocknete; dabei waren natürlich die Gefäfse zusammengefallenund man hatte sich künstliche Räume gebildet.
Eben so wenig pafst auch der krankhafte Zustand der Saug-aderdrüsen zu jener Theorie. Sie finden sich bei scrofulösenKindern abwechselnd im Gekröse und am Halse oder andern1 Theilen geschwollen; die Venen haben nie etwas damit zu thun.In der Leiche des trefflichen Botanikers Willdenow sah ichdie Drüsen des Gekröses eine ungeheure Masse bilden; die ein-zelnen waren oft ein Paar Zoll im Durchmesser, es waren aberdarin nur die Saugadern erweitert und der Zellstoff degenerirt,von veränderten Venen war keine Sdur.
Ich kenne aber auch keine einzige anderweitige Verbindungder Venen und Saugadern, nämlich eine solche, wie Soemmer-ring (Gefäfslehre S. 5060 mit Recht dargestellt verlangt, so dafsdas Messer den Uebergang der Saugader in die Vene eben so reindarstellt, als in den Winkeln der Drossel-und Schlüsselbeinvenen.Es ist mir, wie Jedem begegnet, der öfters einsaugende Gefäfseeingespritzt hat, dafs das Quecksilber in eine Vene überging:allein entweder war beim Einbringen der Röhre in die Saug-ader eine benachbarte oder untenliegende Vene zugleich ver-letzt, oder, was das Häufigste ist, das Quecksilber war aus demeinsaugenden Gefäfs in den Ductus thoracicus und die linkeSchlüsselbeinvene gegangen, durch die obere Hohlader in dieuntere, und so bis zur Stelle, wo eben injicirt ward, z. B. indie Vena iliaca. Dieser Uebergang von der injicirten Stelledurch den Brustgang in die obere und untere Hohlader ge-schieht in einem Moment und die Täuschung ist daher sehrleicht, da man leicht glauben kann, das Quecksilber müsse aufeinem viel kürzern Wege hergekommen seyn. So etwas mufsauch Lippi begegnet seyn, der auf die wunderbarste Art über-all einen Zusammenhang zwischen den einsaugenden Gefäfsenund grofseu Venenstämmen annimmt, und sogar abbildet (Tab. 1.Eig. 2«) wie sich einsaugende Gefäfse in die untere Hohlvene öff-nen und das Quecksilber hineinfliefst! Das Belrübendste ist, dafs