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wässerige Absonderung des Darms, oder des soge-nannten Darmsafts (liquor entericus) bestimmen.Betrachten wir aber die Menge der Gefäfse, die zudem Darm gehen, oder glückliche Ausspritzungendesselben, so mögen wir wohl annehmen, dafs derdünne Darm eben so viele Gefäfse erhält, als derMagen, und da weder die Darmhäute, noch dieDarmdrüsen so beträchtlich sind, dafs zu ihrer Er-nährung, oder zur Drüsenabsonderung ein solcherAufwand vou Gefäfsen nüthig scheint, so müssenwir wohl die wässerige, oder Gefäfs-Absonderungsehr hoch anschlagen. Pathologische Zustände be-stätigen diefs auch, da z. B. nach einer plötzlichenErkältung schnell eine Menge w'ässerige Stühle fol-gen, und zuweilen lange anhalten können. Dieselassen sich nur von den Arterien des Darms herlei-ten, und zwar um so viel mehr von denen des dün-nen Darms, als dieser viel länger und durch die Fal-ten und Zotten seine innere Fläche vervielfältigtist, auch einen gröfsern Gefäfsreichthum besitzt.
Wir können auch die ganze innere Fläche alsabsondernd ansehen. Selbst zwischen den Drüsen-körnern kann nichts der Absonderung im Wegeseyn, und die Zotten, wenn sie auch einerseits ein-saugen, können auch recht gut zugleich durch ihrearteriellen Gefäfse absondern.
Haller (El. Phys. VII. 37.) schlägt die wäfse-rige Absonderung im Darm doppelt so hoch, als dieHautausdünstung, und etwa auf acht Pfund an,weil sie beständig geschähe und die innere Haut