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Darm selbst mit der I.oupe betrachtet. Auch die Abbildungen,welche Alb. Meckel in seinen sonst schätzbaren Untersuchun-gen gegeben hat, sind wohl gröfstentheils durch das einfacheMikroskop entstanden, wo die Theile nicht ganz unter Wasserlagen. Vergl. seine unter Herrmann Bürger’s Namen er-schienene Diss. Villorum intestinalium examen microscopicum.Hai. 1819. 8- Uebers. Ueber die Villosa des Menschen und ei-niger Thiere, in Meckel’s Archiv. V. 2- S. 164- u. f. Taf.3. 4- Ferner Alb. Meckel Obss. circa superficiem animaliuminternam. Bern. 1822. 8- tab.
Wenn ich Jenes aber im Allgemeinen sah, so läugne ichdamit keineswegs, dafs sie nicht an manchen Stellen gewöhnlichanders erscheinen, z. B. im obersten Dünndarm des Menschen,wo sie selbst ausgespritzt schuppenartig aussehen. Diese Formhat auch J. Nalh. Lieberkühn (Diss. de fabrica et actionevillorum intestinorum tenuium Hominis. L. B. 1745. 4-) in sei-lten ausgespritzten Darmzotten, wie die darin enthaltenen Ge-fiifse selbst, sehr gut abgebildet, allein sonst bekommt man durchH edwig’s Abbildungen die richtigste Ansicht von den Zotten,so wie von den darunter liegenden Theilen, wovon, im folgen-den Paragjaph.
Nimmt man von demselben Darm ein Stück, worin manblos die Arterien, und ein anderes, worin man blos die Venenausgespritzt hat, so wie ein drittes, worin beide ausgespritztsind, mit verschieden gefärbten Massen, so sieht man in demersten ein Netz von sehr feinen, in dem zweiten eins von et-was dickeren Gefäfsen, und wo beide ausgespritzt sind, da istdie Menge derselben so grofs, dafs man sie kaum deutlich un-terscheiden kann. Diese Gefäfse gehören aber nicht der inner-sten Haut (epithelium) an, sondern sind von derselben umhüllt.
Anm. 3. I.ieberkühn nahm in den Milchgefäfsen derZotten eine Erweiterung an, welche er Ampulla nannte, unddie mit Zellgewebe gefüllt seyn, und eine Oeffnung habensollte. In den, Zotten selbst nahm er keine Oeffnung an, da erausdrücklich sagt, dafs sich die innerste Darmhaut über die Am-