Druckschrift 
2,2 (1828)
Entstehung
Seite
184
Einzelbild herunterladen
 

184

spricht auch nicht für ihn, denn in der Regel sind dieselben soweifs, als die der Leber und anderen Organe, und auch an an-dern Orten führen sie zuweilen eine blutige Flüssigkeit- Manvergl. Seiler und Fi ein us in der Dresdner Zeitschrift II.S. 392 397.

Tiedemann und Gmelin (Versuche über die Wege,auf welchen Substanzen aus dem Magen und Darmkanal insBlut gelangen, über die Verrichtung der Milz und die gehei-men Harn-Wege. Heidelb. 1S20- 8- S. 86-) beziehen sich nichtblos auf jene rothe Farbe der Milzsaugadern, sondern führen(S. 89-) n °cb besonders an, dafs sie bei einer Riesenschildkrötealle Saugadern des dünnen Darms zur Milz gehen sahen: al-lein ich habe seit dem Erscheinen jener Schrift zwei grolseSeeschildkröten untersucht, und bei beiden liefen die Saugaderndes dünnen Darms und die der Milz mit einander zum Brust-, gang, allein keine einzige Saugader ging vom Darm zur Milz,obgleich .das ganze Saugadernetz dieses Theils ausgespritzt war.Das Exemplar, welches jene trefflichen Naturforscher zur Un-tersuchung hatten, war also wohl nicht frisch, und vielleichtging das Quecksilber irgendwo so stark rückwärts, dafs da-durch ein solcher Schein entstand.

Ihre darauf beruhende Hypothese , dafs in der Milz ausdem arteriellen Blut eine gerinnbare Flüssigkeit abgesondert,durch ihre Saugadern aufgenommen und in den Brustgang ge-leitet werde, um den Chylus zur Blutvverdung vorzubereiten,fallt also schon aus den angegebenen Gründen weg: allein wiewenig ist überdiefs die Milz bei den melirsten 'Filieren, so auchbei jenen Schildkröten, besonders gegen den weiten Brustgang,der letzteren genommen! Mehreres gegen Tiedemann'«Hypothese findet sich bei Jäckel in Meckels Archiv B. 6.S. 581 588-

An in. 2- Ev. Home glaubte früher in seinen Versuchengefunden zu haben, dafs die in den Magen verschiedener Tliieregebrachten gefärbten Flüssigkeiten auf geheimen Wegen eher in-das Blut der Milz, als in das anderer Theilc käme: Ueber den

i