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2,2 (1828)
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Die mehrsten Physiologen nehmen sie entwe-der als ein Htilfsorgan für die Leber, oder als einsolches für den Magen und Darmkanal an.

Die erstere Hypothese scheint mir unhaltbar.Erstlich besteht ja die Leber der Mollusken undanderer wirbellosen Thiere, so wie unter den Fi-schen, die der Gattungen Petromyzon und Myxineohne Milz: etwas Wesentliches kann sie also nichtfür die Leber, oder für die Gallenbereitung seyn;so wie auch zweitens bei Thieren denen die Milzausgeschnitten ist, die Galle gar nicht verschiedenerscheint, wie durch sehr viele Versuche erwiesenist. Drittens sieht man auch nicht ein, welcheVeränderung das Blut in der Milz untergehenkönnte, damit in der Leber die Galle leichter da-raus geschieden werden könne. Endlich aber istes ja nur ein kleiner Theil des Bluts der Pfortader,welcher aus der Milz selbst kommt, bei den aller-mehrsten wirklich eine sehr unbedeutende Menge.

Die zweite Hypothese hingegen scheint miralles für sich zu haben. In der Hauptsache hat sieLieutaud (Essays anatomiques. Paris 1742. 8.p. 310 314.) auseinandergesetzt. Er macht be-sonders auf ihr verschiedenes Verhalten zum Magenaufmerksam. Bei Personen, die lange krank gewe-sen waren, und wo der Magen leer war, zeigtesich die Milz sehr grofs; bei plötzlich Verstorbe-nen, wo der Magen angefüllt war, erschien dieMilz klein. In einem Fall, wo in einer Leiche derMagen (seit langer Zeit) krankhaft sehr ausgedehnt