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2,2 (1828)
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und der Nieren bietet nicht mehr Abweichungendar, als die der Galle. Plötzlich kann sie so ver-mehrt werden, dafs eine grofse Menge Galle nachoben und nach unten ausgeleert wird, und nur mitdem gröbsten Unrecht könnte die Polycholie ge-leugnet werden, die man einem Diabetes, und ei-nem anhaltenden Schweifse entgegenstellen kann.Eben so, wenn ihre Absonderung, oder ihre Aus-sonderung gehemmt wird, so entsteht eine Gelb-suclit oder eine« Schwarzsucht; wie bei gestörterEntkohlung des Bluts in den Lungen eine Blau-sucht; wie die Ausbreitung urinöser Stoffe in alleTheile des Körpers bei gehinderter Harnexcretion;wie Wassersucht nach unterdrückter Hautaus-dünstung.

Weit entfernt, die Galle schon als solche imBlut anzunehmen, kann ich doch nicht umhin, ihreentfernten Bestandteile vorzüglich im venösenTheile desselben so reichlich vorhanden zu glauben,dafs es zu ihrer Bildung sehr wenig bedarf, so dafsauch daher, bei einer Störung der Gallenexcretion,sehr leicht das Serum des Bluts gefärbt abgeson-dert wird, und zwar gewils in vielen Fällen, ohnedafs Galle aus der Leber und Gallenblase in das'Blut zurücktritt, obgleich es in den mehrsten wohlgeschehen mag. Wenn auch die Leber verhaltetwird und wenig oder gar nicht mehr absondert, soist das aus dem Blute geschiedene Serum am aller-dunkelsten, weil sich die Gallenstofie in jenem vielmehr angehäuft: haben. Man siehr bei der Gelb-