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noch Picromel; sie enthalte nur eine fettige Materie in großerMenge, Soda und einige andere Salze. Sie werde auch durch■Sauren und selbst durch Weinessig plötzlich und gänzlichzersetzt.
Die Galle der Vögel, des Küchleins, des Kapauns, des Pu«ters, der Ente, enthält nach Thenard mehr Eiweifsstoff, alsdie der Säugtbiere; das Picromel hat keinen merklichen Zuk-kergeschmack, sondern ist sehr scharf und bitter; man findetnur Spuren von Soda darin; der Eieizucker schlägt kein Harzdaraus nieder.
Von der Galle des Rochen und des Lachses sagt The-nard, dafs sie bei der Abdampfung eine sehr süfse, wenigscharfe Materie gebe, und kein Harz zu enthalten scheine; diesehr bittere des Karpfen und des Aals enthalte wenig oder garkeinen Eyweifsstoff, wohl aber Soda, Harz, und eine süfse undscharfe Materie, wie die erstgenannten Fische, und die wahr-scheinlich Picromel sey.
Anm. 3- Da die Chemie bis jetzt so wenig über die Un-terschiede der Galle sagt, so ist es wohl nicht überflüfsig, jedenandern Weg zur Vergleichung einzuschlagen, und so z. B. dieThiere, welche in der Galle leben, zusammenzustellen, da inähnlicher Galle gewifs ähnliche Bewohner sind. Ich finde z. B.in der Bursa Fabricii bei den jungen Vögeln ganz verschie-dener Ordnungen immer dasselbe Doppelloch, und schliefse da-raus auf die Identität der darin enthaltenen Feuchtigkeit.
Bei sehr vielen Säugthieren, die von Vegetabilien leben,finden wir das Distoma hepaticum, nämlich bei dem Känguruh,bei dem Hasen, Kaninchen, Eichhörnchen, bei dem Kameel, beidem Hirsch, Damhirsch und Reh, bei den Antilopen (A. Ke-vella und Corinna), bei dem Rinde, bei der Ziege, bei demSchafe, bei dem Pferde und Esel, bei dem Schwein. Bei demMenschen kommt ein ganz ähnliches oder dasselbe Doppellochvor, das ich ebmals D. lanceolatum nannte, hernach für einjüngeres Thier nahm und mit dem D. hepaticum verband, dasaber kürzlich Ed. Mehlis (Obas. anat. de Distomate liepatico