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2,2 (1828)
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sic bedingen; oft mag sie blos als eine Erweite-rung des Gallengangs anzusehen seyn, dergleichenfreylich auch noch überdiefs einzeln eintritt.

Anm. 1 . Unter den vielen angeblichen Fällen, wo bei Men-schen die Gallenblase gefehlt haben soll, weifs ich nur einensicheren der neueren Zeit, welchen W i e d ein a n n (Kcil's Ar-chiv 5» S. 144 ) beschrieben har, wo die Gallenblase mit ihremGange, ohne alle Spur eines früheren Daseyns, bei einer wahn-sinnigen Person fehlte, und der Lebergang etwas stärker, als ge-wöhnlich wax. In allen Fällen, die ich selbst gesehen habe,war immer ein, wenn auch noch so kleiner, Ueberrest dersel-ben, der auf eine Zerstörung durch Krankheit hindeutete. Das-selbe gilt auch von Kichters Fall, den Wiedemann(a. a. O.) beibringt. Fr. Guil. Hnr. Trott (De vesicula fel-lea specimina duo. Erlang. 1822- 4. II. p* 120 sagt, dafs ihmzwei Fälle von wirklich fehlender Galleublase vorgekommenseyen, hat sie aber nicht näher beschrieben.

Es versteht sich übrigens von selbst, dafs ich nicht vonMisgeburten rede, wo mit andern Theilen auch die Gallenblasefehlen kann. Dahin möchte ich auch den von Carus (in d.Dresdner Zeitschrift 2* 1>. S. 1050 mitgetheihen Fall rechnen,wo bei einem misgebildeten Knaben 'die Gallenblase fehlte, dieLeber aber so auffallend klein war, dafs sie nur fünffehalb Loth wog.

Bei Vögeln soll öfters die Gallenblase fehlen, allein, sovielich weifs, existiren nur die Beobachtungen Perraults darü-ber, bei denen ein sonderbarer Umstand eintritt. ln seinenMe'inoires pour strvir alMiistoiredesaiiimaux.Paris 1671 fol.p. 138*sagt er von zehn Perlhuhn' rn, dais sie last alle sehr kranke,skiriböse Lebern gehabt hätten, und dafs er mir bei zweienderselben eine Gallenblase gefunden habe. ln der deutschenUebersetzung nach der neueren verbesserten Ausgabe (Der Her-ren Pcrrault, Charras und Dodart Abhandlungen zur Na-turgescli.d. Thiere u. Pflanzen. 2. B. Lpz. 1757-4*5.260 steht abernur, d&ls er bei einigen Stücken keine Gallenblase geluuden