Druckschrift 
2,2 (1828)
Entstehung
Seite
146
Einzelbild herunterladen
 

146

opsis p. 580.) die Vermuthung geäußert, da Cs sie leberartigseyen. Bei einigen Crustaceen (z. B. Mantis) liegt ja auchdie viel mehr ausgobildete Leber zu beiden Seiten de« Darms.

Die Blinddärme der Aphrodite möchte ich nicht mit Tre-viranus (Biol. 1. S. 391-) für Gallengänge halten; die Analo-gie der vielen Blinddärme des Blutegels ist zu grols, und ichberufe mich ihretwegen auf die Anatomie der Aphrodite inPallas Miscellaneis. Dasselbe gilt von den Asterien, wo Tre-viranus (IV. 415) nach Spix eine Leber annimmt, und wasT. (daselbst) bey den Holothurien für Gallenorgane hält, dashat Tiedemann als blutführende Gefäfse erkannt.

Den Fettkörper der Insecten kann ich aus den von Me-ckel a. a. O. aufgestellten Gründen ebenfalls nicht für eineLeber ansehen.

Anm. 2. Dafs die Gröfse der Leber nicht auf den Auf-enthalt der Thiere auf dem Lande, oder im Wasser, Bezughat, ist von Treviranus (Biol. IV. S. 4l9>) zur Genüge er-wiesen. Dieser treffliche Naturforscher bezieht dagegen dieGröfse dieses Organs auf das Assimilationsvermögen, welchesnicht nach der Quantität der Nahrung, sondern blos nach derStärke des Reproductionsvermögens zu schätzen sey. Ich ge-stehe, dafs mir diefs nicht ganz klar ist. Wahrscheinlich istwohl , dafs eine größere Leber erfordert wird , theils wegenhäufigeren Verbrauchs der Galle bey Thieren, deren Darmver-dauung immerfort statt findet, theils bei den mehrsten Thierender niedern Klassen, wo mehr durch die Leber excernirt wird.

Anm. 3. Ein Paar neuere Schriftsteller, Jo. Mich. Map-pes (De penitiori hepatis liumani structura, praes. Autenrieth.Tub. 1817. 80 und Henr. Bermann (De structura hepatisvenaeque portarum, praes. Doellinger. Wirceb. 1818. 8-)läugnen den Zusammenhang zwischen allen Gefäfsen, wie ihnHaller, Fr. Aug. Walter und Socmmerring in der Leberannehmen, und vielleicht liefse sich das dadurch vermitteln, dafssich nicht die Leber immer, besonders nach dem Tode, in glei-chem Zustande befindet. Walter (Annotationes Academicae.