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2,2 (1828)
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rungsmittel je nach ihrer Beschaffenheit früher oderspäter bezwungen; leidet hingegen die Verdauung,so kann etwas schwer Verdauliches Tage und selbstWochen lang im Magen bleiben, bis es unverän-dert ausgebrochen wird.

Mit Recht haben die Schriftsteller die Chymi-fication im Magen mit einer Auflösung verglichen,denn wenn jene gehörig geschieht, so erkennt mandie (auflösbaren) Nahrungsmittel weder durch dasGesicht, noch durch den Geruch oder den Ge-schmack. Wenn man aber bedenkt, wie vielerleioft in einer Mahlzeit genossen wird: saure, süfse,salzige, bittre, scharfe Dinge, Fleisch, Eyweifs, Fett,Pflanzentheile, Gewürze, geistige Getränke, unddiese nicht selten von der verschiedensten Art, Was-ser u. s. w. und wenn man nun sieht, dafs allediese heterogenen Dinge in eine gleichförmige Masseverwandelt werden, so mufs man dem Auflösungs-mittel, welches hier wirkt, grofse Kräfte zugestehen.

Die Quellen des Magensafts (Succus gastricus)oder richtiger der Magensäfte sind bei uns doppelt,erstlich die Gefäfse, zweitens die Drüsen.

Die Arterien des Magens sind so grofs undzahlreich, dafs man wohl nie glauben wird, sie seyenfür die blofse Ernährung des Magens bestimmt. Esmufs vielmehr ihre Absonderung einer wässerigenFeuchtigkeit sehr bedeutend seyn.

Die zweite Quelle halte ich für noch wichtiger,und wir lernen besonders durch die vergleichendeAnatomie, sie gehörig zu würdigen. Der Biber z. B.