109
mafi an den Wechsel der Zähne bei den Säugtliieren, an dieZähne der Schlangen, der Hayfische u, s. w« denkt, so tritt dieAehnlichkeit immer mehr hervor. Interessant wäre es, zu er-fahren, ob die Knochenschaalen in dem Magen der Bullaeenwechseln, denn zu vermuthen wäre es wohl wegen der verschie-denen Grölse des Magens im jungen und im erwachsenen Thier;auf der andern Seite aber könnten diese Schaalenstücke auchallmälich gröfser werden, wie die äufsere Schaale der Schneckenund Muscheln. Bei den Crustaceen ist das Gegentheil.
Unter den Fischen kenne ich ein Beispiel von Magenzäh-nen, das ich hier zuletzt nenne, weil meine Beobachtungen nurunvollkommen geblieben sind. Bei dem Stromateus Fiatola ra-gen in dem Magen eine Menge harter, cylindrischer, abge-stumpfter Körper hervor, welche, wenn man sie hervorzieht,sechs sternförmig ausgebreitete harte Fasern oder Wurzeln zei-gen, so dafs ich jene Zähne (oder Papillen) mit ihren Fasernam besten mit dem Pappus einer Scabiose vergleichen kann.Ich traf den Fisch gleich bei meiner Ankunft in Rimini, woich ihn also öfterer zu erhalten glaubte, bekam ihn aber nach-her in Italien nicht wieder zu Gesicht.
Im Magen des Kukuks kommen häufig Haare vor, welcheman sonst wohl für Theile desselben hielt. Es ist aber jetzterwiesen, dafs es Raupenhaare sind, und zwar immer grade vonden Raupen, welche der Vogel gefressen hat, gewöhnlich derBombyx Caja; eben so auch, dafs öfters im Magen des Kukuks,besonders des jungem, keine Haare Vorkommen. Eigentümlichbleib't es diesem Vogel aber, und Nitzsch hat nur bei demZiegenmelker eine kleine Analogie davon gefunden. Ich ver-weise übrigens auf die Aufsätze dieses trefflichen Beobachters inMeckel’s Archiv. B. 8. S. 559 — 573- und im 5ten Bandevon Naumann’s Naturgeschichte der Vögel Deutschlands,
S. 193 - 95.
Anm. 3- Eduard Stevens (Diss. de elimentorum con-coctione. Edinb. 1777- recus. in Thesaur. med. diss. Edinb.
T, 3. p, 471—495.) hat mehrere Versuche mit einem ungrischen