Tbi-eren einen Magen annehmen wollte, wo er sich durch seineGröfse oder Gestalt von der Speiseröhre und dem Darm aus*zeichnet; auch der innere Bau ist dazu, hinreichend, und wenndie Abweichung (z. B. in der Dicke der Häute, in den Faltenu. s. w.) noch so gering, oder der Uebergang fast unmerkliehist, wie bei manchen Amphibien, Fischen und Würmern. Wirschreiben ihn daher allen mit einem Darmkanal versehenenThieren zu.
§. 388.
Die Speiseröhre, so wie sie durch das Zwerch-fell getreten ist, senkt sich bei dem Menschen undden allermehrsten Säugthieren, ohne alle Spur ei-ner Klappe in den oberen oder linken Magenmund(Cardia), und selbst bei den wenigen Thieren (Ein-hufern) wo eine solche Klappe vorhanden, scheint,ist sie noch ganz zweideutig.
Dagegen ist der untere oder rechte Magen-mund, oder der sogenannte Pförtner (Pylorus) desMenschen und der allermehrsten Thiere, besondersderer, welche einen einfachen Magen haben, miteinem wulstigen Ringe, oder der sogenannten Pfört-nerklappe (valvula pylori) versehen, die in einergrofsen Verstärkung der Queermuskelfasern besteht,wodurch die innern Häute mit hervorspringen.
Uebrigens nähert sich die linke Magenhälftebei uns und sehr vielen Thieren in ihrem Bau derSpeiseröhre, die rechte hingegen mehr dem Darm.Jene ist glatter und ihre eigentliche Haut (propria)dünner, w r elche bei dieser hingegen dicker ist, sowie sich auch hier schon Anfänge der Zotten bilden.
Bei uns ist diefs übrigens nur schwach ausge-
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