bracht werden, oder in der Speiseröhre stecken bleiben. Sohat Matthew Baillie (A eeries of Engravings to illustrate themorbid anatomy. Ed. 2. Lond. 1812- 4. Fase. 3. Tab. ±.Fig. 1.) einen Fall abgebildet, wo eine halbe Krone in derSpeiseröhre stecken geblieben war; ich habe einen ähnlichenFall von einem Schlüssel gelesen u. s. f.
Es sollte daher in den Vorschriften zur Rettung der Schein-todten ausdrücklich befohlen seyn, in allen zweifelhaften Fällenden Schlundkopf und die Speiseröhre zu untersuchen.
Anm. 2- Wo der weitere Schlundkopf in den engerenSchlund übergeht, da entsteht leicht bei dem Durchgänge derNahrungsmittel ein Hindernifs, so dafs etwas stecken bleibt,und einen bald gröfseren, bald kleineren blinden Sack bildet;etwas Aehnliches kann auch in seltenen Fällen an der Speise-röhre selbst entstehen, z. B. durch eine steckengebliebene Fisch-gräthe, falls nidht die hier vorkommenden Anhänge angebohrneAbweichungen sind. Ich habe wenigstens einmal einen solchen,ein Paar Linien breiten und einen halben Zoll langen, von al-len Häuten gebildeten Fortsatz der Speiseröhre bei einem Er-wachsenen gefunden, ohne dafs daraus etwas nachtheiliges ent-standen zu seyn schien, und den ich, wie ähnliche (nur grö-fsere) Divertikel am Darm, für eine angeborne Mifsbildung hal-ten mufste. In einem andern Falle war es ein kleiner Sackvon der Gröfse einer Erbse.
Die grofsen Erweiterungen des Schlundkopfs habe ich nochnicht an Leichen beobachtet: ich kenne aber einen Mann, demstets ziemlich viel von dem Genossenen in einem solchen Sackezurückbleibt, und dem es hernach als eine milchartige Feuch-tigkeit wieder in den Mund tritt, so dafs er es zum zweitenMale niederzuschlucken gezwungen ist, um nicht an Nalirungs-stofi Mangel zu leiden. Ich sah ihn selbst jene Feuchtigkeit inder angegebenen Art auswerfen, und er sagte mir, dafs er durcheigene Bewegungen beim Schlucken verhindern könne, dafsnicht zu viel in den Sack gelange.
Ich verweise übrigens hiebei auf die Pathologische Anato-