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2,2 (1828)
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ben, so ist der absichtliche Betrug ohne Weitereserwiesen, und es ist zu bedauern, dafs Aerzte leicht-gläubig genug sind, um sich solche Mährchen auf-binden zu lassen, oder schlecht genug, um solcheKomödien der Pfäfferei mitzuspielen.

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Anm. 1. Fort. Licetus. (De bis, qui diu vivunt, sinealimento. Patav. 1612. Fol.) hat den lächerlichen Grund fürsolche Geschichten junger Betrügerinnen etc., dafs sie nämlichihres Alters wegen für wahrhaft zu halten wären; als ob einMädchen von zehn oder zwölf Jahren nicht eben so fertig imLügen seyn könnte, wie eines von zwanzig oder dreifsig.Franc. Citesius (Opuscula medica. Paris 1639. 4- AbstinensConfolentanea. p. 571640 vertheidigt sogar einen Fall, woein Mädchen, wie man es beobachtete, essend gefunden ward,und glaubt, da habe sich die Begierde zum Essen wieder eiu-gefunden.

Der treffliche J. Wierus (De Lamiis et de commentitiisjejuniis. Basil. 1577- 4 ) hingegen entdeckte gleich den Betrugeines jungen Mädchens (dessen unschuldiges Gesicht er S. 123-abbildet), aus ihrem frischen Ansehen, obgleich viele Menschenjahrelang dadurch getäuscht waren, und brachte die Sache sehrbald ins Klare.

Justus Grüner (Authentische actenmäfsige Erzählung derBetrügerei eines angeblichen Wundermädchens im Hochstift Os-nabrück, das seit zwei Jahren ohne Speisen und Getränke ge-lebt haben wollte. Berlin 1800. 8) entlarvte ebenfalls einesolche Betrügerin auf das Vollständigste, und seine, wie .Wie-rus Schrift, sollte von keinem jungen Arzte ungelesen bleiben,

Anm. 2- Der Bruder Claus von Unterwalden, oder Niklasvod der Flue, ward als ein Heiliger verehrt, weil er in 151719 Jahren (denn es wird verschieden erzählt) nichts weiterals monatlich «inmal den Leib des Herrn genossen haben sollte,während Andere sagen, dafs er sich von Wurzeln genährt habe.