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Friedrich des Großen Anschauungen vom Kriege in ihrer Entwickelung von 1745 bis 1756
Entstehung
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Anhang.

Nr. 1 zu S. 2SS

Es ist von Interesse, hier cin der Hand von JiihnsGeschichte der Kriegs-wissenschnften, vornehmlich in Deutschland", München und Leipzig, 1891, II. Bd.,die Persönlichkeiten der vom Könige genannten Kriegsschriftsteller sowie ihreWerke kurz zu zeichnen.

Was Turenne betrifft, so erscheint es zweifelhaft, welches Werk der Königim Auge hat. Er sagt:llss äsux äsruisrss oampaZuss, soritss pur lui wsms,sout somptsss purmi nos msillsurs livrss olassiguss^. Seine zwei letztenFeldzüge konnte Turenne jedoch nicht beschreiben, da er im Jahre 1675 beiSaßbach fiel. Es liegt also hier wohl ein Versehen vor. Die zwei letztenFeldzüge Turennes wurden von einem Dritten beschrieben und erschienenzu Paris, 1675 bis 1678 (Neuauflage ebenda 1756), unter dem TitelNsmoirss äss äsux äsruisrss sampuAuss äs N. äs lursuns, sn ^IIsiuaZnsst äs ss gui s'sst xasss, äspuis sn wart, saus 1s oomiuauäsmsut äu eomtsäs ll,orgs^. Der Verfasser war in der ersten Auflage ungenannt geblieben, inder Vorrede zur zweiten wird mitgetheilt, er sei ein Offizier namens Deschampsgewesen, und habe die betreffenden Feldzüge mitgemacht. Barbiersvlotion-imirs äss ouvrngss auouzuuss st pssuäouzuuss" vermuthet Deschamps als Ver-fasser der Schrift, lieber die Persönlichkeit dieses Offiziers hat sich nichts er-mitteln lassen, auch Jähns führt ihn nur ganz kurz als Herausgeber der beidenletzten Feldzüge Turennes an. Dieses Werk nun ist einfach erzählend, in keinerWeise hervorragend, und das hohe Lob, das ihm vom Könige gespendet wird,erscheint auffallend und sonderbar. Deshalb liegt die Vermuthung nahe, derKönig habe ein anderes Werk gemeint, und zwar sind dies höchst wahrscheinlichdie Memoiren Turennes, die thatsächlich bereits 1738 erschienen sind und zwarunter dem TitelNswoirss sur In Ausrrs, tirss äss origiuaux äs Nr. äslursuus, pur N**", L 1a Ils^s. Diese Ausgabe liegt vor, es gab uoch Nach-drucke. Ramsay druckte diese Memoiren 1749 in seinem Werklllstsirs äuVicomte äs lursuus", ^instoräam st Osipsio, nach, auch werden sie, wie Jähnshervorhebt, von Puyssgur in seinem 1748 erschienenen »^.rt äs 1a. Zusrrs purxrinolpss st pur rsglss" erwähnt. Ter König ist also zwischen 1745 und 1756in der Lage gewesen, die Memoiren Turennes zu kennen. Die MemoirenTurennes stellen eine eigentliche Lchrschrift über den Krieg dar, die dessen ge-lammtes Gebiet behandelt und in mancher Hinsicht au die Generalprinzipiengemahnt. Es ist nun sehr wohl möglich, daß der König sowohl diese Memoirenals das Deschampssche Werk gekannt hat und nur die Titel verwechselt; höherim Werthe steht und stand zweifellos das eigentliche Turennesche Memoirenwerk.

Feuguisres hatte eine glänzende Laufbahn in der Französischen Armeehinter sich, konnte sich aber nur schwer mit seinen Vorgesetzten vertragen, schied