I?. Heerführung im Großen.
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gefordert wurde. Den Kriegsrath, einen in den Kriegen jener Zeit beliebtenR'ickcnbüßer kräftiger Entschlüsse, verwirft der König unbedingt und verlangt,daß ein General aus sich selbst heraus und mit der Bereitwilligkeit handle, dieVerantwortung zu übernehmen. In dem XXV. Artikel „Ob es nöthig undrathsam seh, daß ein aonnnaulliraullar Oanaral, Kriegs-Rath halte", heißt es:
„Der Printz Uug-eno Pflegte zu sagen, daß so offt ein 6aneral keineLust hätte etwas zu unternehmen, kein besseres Mittel deshalb scy, als einenKricges-Rath halten; Dieses ist um so mehr wahr, als die Erfahrung zeiget,daß der mehreste Theil derer Stimmen bey einen Oonsail ela 6uarra, alle-zeit vor die XoAntivs ansfallen. Ein Oanaral welchen der Kouvarnin seineTronMan anvertrauet, muß durch sich selbst nA'iran, und das Vertrauenwelches der Kouvarain in der Narita dieses Oauarnls setzet, nutllorisiratihn, daß er die Sachen vor sich und nach seiner Einsicht mache; Zudem wirddas Kaarst, so im Kriege nothwendig ist, nicmahlen bey einen Oonsail lloOnarro ollsorvirat. Inzwischen glaube Ich, daß ein Oanaral, welchen auchein Kulmltarn-Olllaior, einen guten Rath giebct, davon prolltiran innß.allcrmaßen ein rechtschaffenes Mitglied des Staates, wenn es ans den Dienstdes Vaterlandes ankommet, sich selbst vergisset, und ans das wahre Wohl derSachen siehet, ohne sich zu aindarassiran, ob dasjenige so ihn dahin leitet,von ihn selbst, oder von einen andern komme, dafern er nur sonst seinenguten Endzweck dadurch erreichet."
Aber es bedurfte hoher Eigenschaften für einen General, um Du pi,,cmch>u-in den verschlungenen Pfaden dieser Kriegführung das Richtige zu findenund mit ruhigem Selbstvertrauen an die Ausführung zu gehen. EinGemisch der verschiedensten und widersprechendsten Eigenschaften mußtefein Charakter sein, denn mit Begeisterung und Dranfgehen allein wäre ebensowenig zu erreichen gewesen als mit bloßer Vorsicht. Das Richtige lag in derMitte zwischen einem Cunctator und einem zwölften Karl.
„Wie viele sich oontracliairanäa Tugenden werden nicht erfordert, umeinen Oanaral zu Wege zu bringen?"
„Man erfordert ferner von einem Oanaral, daß er clissimula seyn undzugleich natural scheinen soll, gelinde und strenge, beständig mißtrauisch undjederzeit lrauciuilo, der aus liuinanit« seiner Soldaten schonet, zuweilenaber mit deren Blut verschwenderisch ist, der mit dem Kopf arbeitet, vonPerson aber a^isöant ist, clisarat, von tiesfer Einsicht, der von allem instruiratist, der nichts von dem was er zu thnn hat vergisset, und niemals eine Sachevor die andere thnt, der die kleine elatails, welche so sehr mit den großenSachen verknüpfet seyn, nicht naglli^irat, noch solche als zu geringe vor ihnansiehet."
„Das Haubt-Werck eines Oauarals ist die Arbeit in seinem Oalnnat,nehmlich i>rogeota zu machen, 1clv63 zu aomlnniran, auf seine Vortheile zurallaatiran, seine Haubt-l'oZitiouas zu wählen, des Feindes Absichten zumVoraus sehen, solchen vorzukommen, und denselben ohne Unterlaß zu in-