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Friedrich des Großen Anschauungen vom Kriege in ihrer Entwickelung von 1745 bis 1756
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3. Dis Entwickelung des Königs auf strategischem Gebiet.

der fast in einem Znge bis zur Besetzung des ganzen feindlichen Landes undzur Niederwerfung seiner Streitmacht führte, erschien dem Könige als aller-größte Seltenheit.

Das Bild des Angriffskrieges, wie er sich ihn denkt, hat er in seinen Ent-würfen zum Angriff auf Böhmen und Mähren gegeben. Bei einem Angriff aufBöhmen will er sich zunächst den bequemsten Uebergang, nämlich den vonSchweidnitz nach Braunau, aussuchen; da hat er gleichzeitig die Oder im Rücken,auf der er die in Böhmen doppelt unentbehrlichenvivrss^ heranschafseukann. Zwei Seitenkorps decken Oberschlesien beiderseits der Oder. Trotzaller dieser Anstalten aber gesteht er sich ehrlich, daß ein kräftiges Vortreibendes strategischen Angriffs durch ganz Böhmen hindurch aussichtslos sei, unddas offensive Element gipfelt hier nur darin, auf Kosten des Feindes zu leben.

Es ist schwer die Natur der opsrationss zu dstsrnainirsn, welche manauf Böhmen koi-niirsn will, ohne daß man zuvor festgesetzt habe, was maneigentlich daselbst auszurichten gedencket. Meine Erfahrung hat mir gezeigt,daß dieses Land leicht zu ooinpusriosn, aber schwer zu coussrvirsn ist;Diejenige welche sich dieses Königreich unterwürffig machen wollen, werden sichin ihren Unternehmen betrügen, so offt als sie den Krieg in diesem Landeführen wollen. Um Böhmen zu haben muß man Oesterreich von der Seiteder Donau und von Mähren angreiffen, alsdann dieses große Königreich vonselbst fället, so daß inan nur allein nöthig hat 6arnisons dahin zu schicken."

Wann wir mit der Königin von HunZarn alleine Krieg haben, sowerden unsere 6ampaZnsu cislsnsivss zugleich aber mit allen eigenschassteneines ollsnsivsn Krieges eingekleidet und mar^uirst sehn. Ich gründe MeineMehnung darauf; Böhmen hat weder haltbare Städte, noch schiffbare Ströhme,welches uns ollliFioot, alle Unsere sonvois aus Schlesien kommen zu lassen;Eine Kette von Bergen, so die Natur zur ollioans gemacht hat, ssparirstdiese behde Staaten; Man schlage also den Feind, man nehme ihn Städteweg, durch alles dieses hat man noch nichts gewonnen, denn die Städte seyndnicht haltbar, Ihr dürfft Eure Llatz-amns nicht darin üanariZiosn und wannIhr tief in das Feindliche Land hinein eindringet, so schnüren Euch gedachteGebürge, wegen der Vivrss, die Gurgel zu, der Feind ooupirst Euch vonhinten, und Ihr ris«puirst Eure ^.rnills durch Hunger umkommen zu sehen.Wie passivst man den Winter in einen dergleichen Lande? Was vor Sicher-heit schaffet ihr Euren tzuavtirsn? Wie kann mau denen Drouppsn Ruhegeben, damit sie sich von den gehabten latiZusn wieder erholen können?Man wird vielleicht sagen, haben wir gleichwohl nicht den Winter von ^nno1741 bis 1742 in Böhmen zngebracht? Ich gestehe, es, aber wir waren nichtalleine dadrin, und die Frantzosen ossnpirtsn die Ocsterrcicher dergestalt,daß diese nicht an uns denken konten."Alle diese Umstände müssen demnacheinen 6onsra1 dahin vermögen, daß er sich nach seinen umständen asoomo-äirot, und daß er ein praotioaUIss Urogoet einen Urillauton vor-ziehet, aus dem gantzen Urogsot aber wird nicht viel sonderliches heraus-