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Friedrich des Großen Anschauungen vom Kriege in ihrer Entwickelung von 1745 bis 1756
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I?. Heerführung im Großen.

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wahrscheinlich nicht einmal den Abschluß sondern mir eine Fortsetzung desKrieges in Ungarn gebracht hätte. Alle diese in dem Geist der Zeit liegendenBedenken haben dem Könige warnend vorgcschwebt, wenn er, wie im Jahre1742, den Vorstoß ans Wien immer nur seinen Bundesgenossen vorschlägt,ohne den Schritt selbst zu thun, zn dessen erfolgreicher Durchführung demdamaligen Preußen die Mittel zweifellos fehlten. Auch hält der Königden Versuch, mit den ihm zur Verfügung stehenden Kräften bis zurHauptstadt vorzndringcn, im Grunde seines Herzens für aussichtslos. Soschränkt er seine Entwürfe auf den Zeitumständen besser entsprechendeGrenzen ein, er will den Krieg nicht zu weit vom eigenen Herde führen,und das war das Richtige für den staatsgründenden und staatserhaltendcnKönig zu einer Zeit, wo die Kriege Jahre lang dauerteil und den Monarchenvom eigenen Lande fernhieltcn.

Diese Beschränkungen, die sich Friedrich auf dem Gebiete der Heer- Ku-dna, wmführung aus guten Gründen anferlegen mußte, bezogen sich jedoch nurauf die äußere Form, ans die zur Zeit mögliche Handhabung desKrieges, keineswegs ans dessen Geist. Wohl ist er ein Feind alles unnützenKriegführens, wohl will er nur dann losschlagen, wenn er des Erfolges vonvornherein sicher zu sein glaubt, allein in allen Fällen gedenkt er, wenn eszum Kriege kommt, ihn möglichst offensiv zn führen:4o orois cgn'nnüommo raisonunlUo, claus Io online (los pnsslons, r>o oommonoo gsmnisnno ^uorro on il ost ol.ili^o «.los Io oommonoomout cl'n^'ir clcikonslvo-mont; ou n donn 6tnlor clo »wnncls sonrimonts, tonto Auooro cgui nvmono pns n dos ooncgnotos nünilalit Io vlotooloux ot «lnoovo l'liltnt.ll no laut «lono gnmnis on vonir n «los liostilitos, n inoius «guo cl'nvoirlos plus laollos nppnronoos n knlro elos ooiugnotos, oo cgni cl'ndorclclotormlno l'Iiltnt clo ln gmorro ot ln roncl olkonsivo.^) Dieser Wunsch,den Krieg grundsätzlich mit großen Angriffsstößen zu eröffnen, um bald znEnde zu kommen, unterscheidet sich wesentlich von dem Gebrauch der Zeit-genossen, die den Kampf in der Regel mit wenig vorbereiteten Mitteln zögerndbegannen und das allmähliche Uebergehen zur Offensive vom weiteren Ver-laufe des Feldzuges erwarteten. Wenn aber Friedrich, wie ans taktischemFelde, so auch ans strategischem Gebiet dem Angriff grundsätzlich den Vorzuggiebt, so gedachte er Angriffskriege nur in vernünftigen Grenzen und mit erreich-baren Zielen zu führen. Daß dabei Sparsamkeit mit dem Aufgebote anMenschen und Geld gefordert wird, erklärt sich aus der langen Dauer derKriege und aus der geringen Wirksamkeit der Neberlegcnhcit an Zahl, sobaldsich der Gegner dem Angriffe entzog. Gewiß wollte der König kurze Kriege,aber er verschloß sich der Einsicht nicht, daß der Krieg zu seiner Zeit keineswegsin einem plötzlichen, mit aller Sicherheit des Erfolges unternommenen Anrcnnendes Gegners, sondern unter allen Umständen in einem allmählichen Nicderringen

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