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S. Lager.
solche, die, dicht am Feinde genommen, es ermöglichen sollten, daß die Truppenunmittelbar in den Kampf herausträten. „Die olkonmvo Läger müssenvorwärts frey, und ans denen Flügels gedecket sehn, und zwar aus der Ur-sache, weil man nichts von denen tronpp>6n erwarten kann, wenn man nichtdie Vorsicht gehabt, ihre kdlnn^nsn zu decken, als welches der schwächesteTheil von allen ^rin66n ist. Solchergestalt war unser Lager bei Ormslanvor der Lntaillo 1742;*) Jngleichen das beh LoüvsiäuitL, vor derüntnillo von lü'iöäbm-F 1745;**) ferner das zu ^ennäorü' ohnweit1761886 1 741."***) Auf die Sicherung der Flanken legt er bei solchenLagern, die zum Kampffelde werden können, das allergrößte Gewicht undverlangt genaue Prüfung, ob die dem Flankenschutz dienenden Gelände-theile für den Gegner wirklich unzugänglich sind. „Vi1Inr8 ward zum Theildeshalb bei Nnlp1nc;u6t geschlagen, weil er einen Morast, der zu seiner Linkenwar, vor unpimütiondlo hielte, welchen man aber eine trockene Wiese zu sehnfand, über welche unsere troupxon ihn auf die UllnnHuon fielen. Man mußalles mit seinen Augen sehen und nicht glauben, daß dergleichen ^tt6ntiov8Kleinigkeiten sind." Liegen Dörfer vor den Flügeln der Stellung oder vorderen ganzer Breite, so will er solche nur dann mit eigener Infanterie besetzenlassen, wenn sie widerstandsfähig gebaut sind, und sich die hineingeworfenenTruppen nachhaltig vertheidigen können; im Ganzen aber ist er docheher dafür, seine Front und das vorliegende Gelände freizumachen, umungehindert zum Angriff übergehen zu können. In den „koiwäos 6t röpfios"geht der König noch näher auf die offensiven Lager ein. Er unterscheidet solche,die man nimmt, wenn man einen gleichstarken Gegner erwartet; dann will erein offenes Gelände wählen, um der Kavallerie freies Feld zu schaffen, „66gui äolt äöpboüor bion vit6 ln d> 680 AN 6 ." Ist man schwächer, so sollman ein Gelände wählen, das sich vor der eigenen Front verengt, so daß sichder Feind nicht entwickeln und stets vom eigenen Heer überflügelt werden kann.
Die Ansichten Friedrichs zeigen, daß die Lagerkunst seiner Zeit aufeine große Menge der verschiedensten Fälle und Möglichkeiten Rücksichtnehmen mußte, die die richtige Auswahl und Anordnung der Lager zu einerförmlichen sehr schwierigen Kunst machten. So heißt es in den „U6n8«l686t i'6A'l68^ geradezu mit Bezug auf die Auswahl des Lagers: „On no trouvopv68gn6 snmni8 clans In nntni-6 nn tsrrnin g, souimit 6t t6l M'on Io<1ä8N'6."-s) Und in dem Lehrgedicht:
„II laut Ii 6 nn 60 up cl'noHum, cio 1'nrt 6t U68 tnl6nt8,
1'our eüoisir 80 n torrnin 6t ponr pv6ncli'6 368 eninp8;
06tt6 NtÜ6 8616066 68t 80NrtONt 68tlw66 . ."sisi)
Gstb. 1. Schl. K. 111. 225.
**) Gstb. 2. Schl. 5k. ll. 213.
***) Gstb. 1. Schl. K. II. 127.
I) G. P. A.: onmpsmsnts.
-ff) Fünfter Gesang.
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