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n. Die Entwickelung des Königs auf strategischem Gebiet.
zeigt, wie sehr die Truppen vom Gelände abhängig waren; war der Raumzu eng, um regelrecht aufzumarschiren, so konnten sie überhaupt nicht kämpfen.
Unter „Lagern, um ein Land zu decken" verstand der König Central-und Flankenstellungen, die es erlaubten, auf die Verbindungen eines vor-rückendcn Gegners zu wirken, oder ihn zur Schlacht unter für ihn ungünstigenBedingungen zu nöthigen. Diese Stellungen haben im Kriege des 18. Jahr-hunderts eine sehr große Rolle gespielt. Stellte man sich z. B. mit demHeere mitten zwischen den beiden Punkten auf, wo der Gegner in das eigeneLand einbrechcn konnte, etwa zwischen zwei Gebirgsübergängen, so hinderteman ihn durch die Bedrohung seiner damals so höchst empfindlichen rück-wärtigen Verbindungen am Vordringen, und zwar ohne Gefahr einerSchlacht. Selbst wenn der Vertheidiger sich genöthigt sah, einem unbekümmertvordringenden Feinde gegenüber aus der gewählten Stellung heraus entgegen-zugehen, so brauchte noch kein Zusammenstoß zu erfolgen, sondern erbegleitete ihn seit- und rückwärts, zog von einem unangreifbaren Lagerins andere, beunruhigte den Eingedrnngenen und wich der Schlacht aus,um den Gegner langsam zu ermüden. Diese Verhältnisse hat Friedrich imAuge, wenn er schreibt: „Bey denenjenigen Lagern welche ein Land deckensollen, siehet man nicht sowohl auf die Stärke des Orts selber, sondern viel-mehr ans denjenigen Orth, allwo der point ä'nttncguo seyn und der Feinddurchdrungen kan — Dieses seynd nun nicht alle und jede Wege, durchwelche der Feind kommen kann, sondern nur derjenige, der ihn zu seinengroßen I)6886Ür führet, desgleichen derjenige Ort, wo selbst, wann man sichallda hält, man von dem Feinde weniger zu befürchten hat, und wohl gardenselben viele npproüonsions geben kan, kurtz der Ort, welcher den Feindzu großen Umwegen und Llaroüon odliZirot, und der mich in den Standsetzet, durch kleine iVlouvomonts allen seinen Absichten vorzubeugen. DasLager bey Ksnstackt, clolonckirst gantz Nieder-Schlesien und zugleich einenTheil von Ober-Schlesien, wider alle Lntro-prisss welche eine in Mährenbefindliche ^.rwöe machen kann; Wolke der Feind zwischen Ottmnolmu und(Untö ponotriron, so darf man sich nur von dlonstnät, zwischen ^ois86 und-Ü6A6uüal8 ziehen und ein recht festes Lager nehmen, wodurch der Feindvon Lläüi-en abgeschnitten wird. Eben derselben Ursache halber, wird der
Feind sich nicht unterstehen, nach der Gegend von 6o8sl zu wnroüiron_"
Der König hält sich gleichwohl von aller Einseitigkeit frei, er verfiel nichtin die Uebertreibungen mancher seiner Vorgänger und Zeitgenossen. Sosagt er sich klar, daß die Kurmark Brandenburg, als ein offenes Land, gegenSachsen durch kein Lager gedeckt werden könne, sondern nur durch Schlachten.Daher steht in der „Iimti-notion" von 1746: „l'IRootorat 68t plu8 ckilüoils,ponr N6 PL3 ckirs impv88ibl6 L eouvrir.... 66 sM)-8 N6 ;>6»t 86 ckckkouckro<PN6 par Ü63 1mtnill63."
Ganz auf den Angriffsgedanken zugeschnitten ist die letzte Art der Lager,von denen der König handelt. Er versteht unter „Offensiven Lagern"