kenntnisrde-:- Kriegsschau-platzes.
3. Die Entwickelung des Königs nuf strategischem Gebiet.
I'imtz' zu folgen, im Fall er unternommen hätte, dahin zu maroüirsn . . ."*)Das läßt erkennen, wie sehr die Richtung der Operationen von der rechtzeitigenBereitstellung der Vorräthe abhing. Es war ebenso sehr auch dann derFall, wenn es, wie Friedrich wünschte, gelang, die schiffbaren Gewässerfür den Nachschub auszunutzen. Wiederholt verweist er aus den Werthder Elbe und der Oder als Nachschubswege bei Angriffskriegen gegen Böhmen.Dennoch aber bedurfte es großer fester Niederlagen im Rücken des Heeres undzwar, wie er hervorhebt, in befestigten Plätzen. Sollte eine Unternehmung be-ginnen, so verlangt er die vorherige Bereitstellung und Mitnahme eines zehn-tägigen Brotvorrathes. In den „k'snsäss st rsZIss" wird das Wesen desHeeres-haushalts noch einmal zusammengefaßt: „Dny arwäs sst uns wultitucksä'üomwss <sni vsut strs nonrris ton8 Iss gours; sstts nonrriturs oovsistssn don pnin, donns vianäs, äss läZumss <gn'on tronvs nux snvironsein oninp, äs l'sau-äs-vis, st, si I'on psnt, äs 1a. bisrs. II ns snkütj>ns ä'nvoir sn ndonäanss tontss sss äsnräss änns l'nrwäs, ii kautsnoors Ws tont soit ü bon mnroüä ..." Es leuchtet ein, wie zeitraubendund umständlich die Beschaffung einer für damalige Verhältnisse so reich-lichen Verpflegung, noch dazu mit knappen Geldmitteln, sein mußte. In dermöglichsten Vervollkommnung dieses Dienstzweiges, in der peinlichsten Spar-samkeit durch Beaufsichtigung des „Feld-Oommissariats", „denn wann dieseDiebe und Betrüger seynd, so verlieret der Staat gar zu oonsiäeraplsdarunter", liegt der Fortschritt des Königlichen Feldherrn auf diesemGebiet der Kriegführung, das zu seiner Zeit grundsätzlich nicht verändertwerden konnte. Jedenfalls aber überzeugte er sich durch Nachdenken, daß eineentschiedene Kriegführung nur durch genaueste Handhabung des Verpflegungs-dienstes gewährleistet werden könne, ein Punkt, dessen Wichtigkeit manche fremdeHeerführer nicht genügend erkannten.
Wandte Friedrich dem Zusammenhalte und der Erhaltung des eigenenHeeres die größte Aufmerksamkeit zu, so war das nicht minder in Bezugauf die Natur der Kriegsschauplätze der Fall. Ein ganzes Kapitel der„Osnsral?rineip»ia." heißt „Von der Keuntuiß eines Landes"**) undbeschäftigt sich mit den Mitteln, die Kriegsschauplätze kennen zu lernen. So-wohl durch das Studium der Karte als durch persönliche Erkundung sollsich der Feldherr ein Bild der Verhältnisse schaffen, um, wie der König, diedamalige Kriegsweise treffend kennzeichnend, sagt, „sich die lääss davon sonette im Kopfe zu arranZirsn, daß wann sich der Krieg einmahl nachsolchen Gegenden spielete, man über nichts emda-rassirst seyn könne". DasHauptgewicht war auf die Erkundung der Wege, Pässe, Stellungen für dasLager und die Schlacht, sowie der Hülfsquellen zu legen. Alle Gelände-Hindernisse, Gebirge, Flüsse in Bezug auf ihre Tiefe, Schiffbar- und Durch-
») G. P. t l . A.**) G. P. V. A.