Wahrnehmungen und Folgerungen allgemeinen Charakters. ZPZ
eine »st schwierige und zeitraubende Sache, so war dies der Transport derBorräthe noch mehr. Der König hatte daraus ein förmliches Studiumgemacht und verschiedene Versuche angestellt. Für den Transport zu Landeverlangt er Karren mit Pferden . . . „Wir haben uns eiumahl der Ochsendazu bedient, seynd aber schlecht dabey gefahren." Die Wagenzüge mußtendes kleinen Krieges wegen, der vielfach auch im Rücken der Heere spielte,starke Bedeckungen haben. Auch dafür giebt er Regeln, die in ähn-lichen Verhältnissen heute noch ihre Gültigkeit besitzen . . . „Man machtdie osoortos stärcker oder geringer ü, Proportion des Feindes welchenman zu befürchten hat, auch nach der (jnantit6 derer Wagens dieman zu ssoortiron hat . . . man schickt wohl auch ösfters große äotnollo-monts, wie wir es in Böhmen gethan haben, um die eonvois zu decken ..."In Ländern, „die von Natur zur olUoano gcmachet seynd", war Infanterie,„m plninsn" Kavallerie zur Bedeckung zu wählen. Im Allgemeinen wirdbetont, „daß der oornmnneiironäo Oonornl niemahlen genug I'reo-mtionnehmen kann, um seine oonvois sicher zu setzen." Aber all das genügt ihmnoch nicht, um den rechtzeitigen Nachschub zu sichern. Dieser war bei einiger-maßen ausgreifenden Operationen nur durch Anlegung mehrerer Magazine,sei es hinter- oder nebeneinander, gewährleistet, die „eonvois^ bewegten sichdann zwischen den einzelnen Niederlagen hin und her. Die Städte undFlecken, die von den „oonvois berührt wurden, waren durch Garnisonen zusichern und zu „poiuts ä'nppuU° zu machen. „Wenn man in feindlichenLanden nmrollirst, so cioponirot man seinen Vorrath von Mehl in einerder nahe belegenen Stadt, worin man deshalb Oarnison leget. Wir
haben 1745 unfern Mehl-Vorrath in Böhmen, erstlich zu l^sustnät undnachher zu Uaromirs, gegen Ende der OnmpnAwo aber zu Vrautong-u gehabt;Wenn wir damahlen weiter vorwärts gerücket wären, so hätten wir nirgendanders einen soliäon vopot als zu Uarclnliitr: machen können . . ." Dieszeigt, wie sehr die Auswahl eines Depotplatzes von der Lage und derBertheidigungsfähigkeit der in Frage kommenden Städte abhing. Derregelmäßige Nachschub vollzog sich wie 1745 in Böhmen. „In derletztem OawpnAns die wir in Böhmen gethan, lournirto Ursslnu nach8 elivsiclnit 2 , diolnvoüiiutx lournirto nach ckaromirs, und von ckaromirsaus ward die ^rmcks versorget. Wenn man seine von Oistnnoo
zu Oistnnoo hinter einander machet, so führet man seinen Krieg mit Ver-nunfft, und ein kleines Unglück kann nicht Euren gäntzlichen Verderb nach sichziehen."^) Besondere Operationen verlangten auch eine besondere Anordnungder Magazine. Der König sagt: „Man kormirsb zuweilen 3 oder 4 Oopotsvon vivros in einer lnnio; So machten wir es anno 1742 in Böhmen;Wir hatten NnMnino zu l'nrcluint/., ^üinlmrA', Uodiodraä und Urnnäois,um dadurch im Stande zu seyu den Feind zur Seite zu bleiben und ihn nach
) G. P. II. A.