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Friedrich des Großen Anschauungen vom Kriege in ihrer Entwickelung von 1745 bis 1756
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3. Die Entwickelung des KönigZ auf straicgischcm Kebict.

Fomaqirnngeu.

werden könne." Nm das Vorhandensein von Mehl auch dann zu sichern,wenn dasKönigliche Proviant-Mehl" nicht an-srcichte oder zur Stelle war,beabsichtigt er im Feindesland«: Beitreibungen an Getreide, das durch die neueingeführten Handmühlen der Truppen gemahlen werden sollte; von diesen Hand-mühlen sowie von den vermehrten eisernen Feldbacköfen verspricht er sich viel.Den Marketendern, die ja für den Unterhalt der Soldaten so wichtig, ja un-entbehrlich waren, soll scharf ans die Finger gesehen werden,dergestalt, daßder Soldat nicht übersetzet werde, der Nurquotonckor aber zugleich dabeybestehen könne." Von der Beköstigung der Truppen durch die Wirthe, dieder König bereits im Kriege angewendet hatte, spricht er nirgends; sie warübrigens nur auf Versammlungs- und Gewaltmärschen allgemein üblich.

Die Fouragirungen werden besonders eingehend behandelt. Der Könignimmt die Nähe des Gegners im Felde als die Regel an, daher bedurftendie Fouragirungen ganz besonderer Vorsichtsmaßregeln und eines starken Auf-gebots an Bedeckungstruppen, wenn sie gelingen und ausreichende Ergebnisseerzielen sollten.Die Vouragirnnnon geschehen entweder von der gantzen^rrocks, oder Flügelweise." Unter allen Umständen handelte es sich darum,dem Gegner seine Absicht zu verhüllen und stets gefechtsbereit zu bleiben.Stand man im Lager, so war zunächst der weitere Umkreis auszu-fouragiren und die nächste Umgebung möglichst lange zu schonen. In dendamaligen Kriegsgebräuchen spielte der Ucberfall auf ein imFouragiren"begriffenes und infolgedessen nicht ganz schlagfertiges Heer eine großeRolle, und Friedrich giebt die eingehendsten Vorschriften, um diese

Art, vom Lande zu leben, dem Heere möglichst bequem und gefahrloszu gestalten. Besonders in denk'snsLos ob rs^los", am Vorabendedes Krieges zeigt sich sein tiefer Einblick in die Gefahren des Bei-

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qnnrt ä6 vo8 loro68, qui 8vnt au lourraM . . Aber auch ohne solche

Katastrophen mußte ein Heer mit einem rührigen und wachsamen Gegnerzuweilen Tag für Tag um das Futter für die Pferde kämpfen, wie dies1744 in Böhmen der Fall gewesen war.*)

War schon die Aufbringung der Vorräthe für ein Heer, sowohl beiKriegsbeginn und im eigenen Lande, als ganz besonders auf feindlichem Gebiet,

*) Gstb. 2. Schl. L, l, IM.