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Friedrich des Großen Anschauungen vom Kriege in ihrer Entwickelung von 1745 bis 1756
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/V. Wahrnehmungen und Folgerungen allgemeinen Charakters.

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derowegen muß ein Ovnornl in diesem Stücke wie ein Oomoodinutseyn, und sein Gesicht so ooms-oniron, wie es die Rolo erfordert, welcheer spielen will, und solte er zu gewissen Zeiten solches nicht über sich ge-winnen, noch Meister von sich seyn können, so mnß er lieber eine Krankheit nkkoo-kiron, oder einen andern spseiouson sMA-ötoxt ausdenken, um das pnlKioum* **) ***) )von denen rechten Ursachen abzuführen. . . Diese Sätze beleuchten

scharf die eigenthümlichen Verhältnisse, zu denen das monatelange persönlicheund unmittelbare Beisammensein von Feldherr und Heer führte, sie sind aberauch ein ehrendes Zeugniß für die Selbstzucht, die der König geistig an sichvornimmt, wenngleich er sich nicht darüber täuscht, daß es Fälle im Kriegegebe, wo selbst die Feldherren nicht mehr „Meister von sich seyn können".

Durch diese vorurtheilslose Art jedoch, sich auch auf diesem Felde die Pflichteneines Feldherrn jener Zeit klar zu machen, ist die Liebe und Anhänglichkeit zuerklären, die sich Friedrich, trotz seiner zweckbewußten Strenge, bei den Truppenin so hohem und seltenem Maße erwarb.

Dieselbe Rücksicht auf die gegebenen Bedingungen der Kriegführung be- Haust,altkündet der König in dem, was er vom Haushalte des Heeres im Feldesagt. Auch hier wieder steht die Rücksicht auf die Eigenthümlichkeiten deseigenen Heeres im Vordergründe. Er sagt von seinen Truppen: „Siewollen mit äußerster Sorgfalt oonssi-vii-ot werden, und wollen besserernähret seyn, als vielleicht alle andere troiMwn in Lnroxn." Demgemäßrichtet er die größte Aufmerksamkeit auf die Sicherstellung ausreichender Ver-pflegungsvorräthe für Mann und Pferd und entsprechender Transportmittel.

Schon lange vor Beginn des Feldzuges will er Hauptmagazine an derGrenze, aber doch nicht zu nahe daran, errichten; sie sollten entwedervon der Bevölkerung gefüllt werden, der man dann den Geldeswerthihrer Leistungen von der Steuer abschrieb, oder durch Lieferanten. Vondiesen will der sparsame König aber nur im äußersten Fall hören. „Wasdie Iiiveranojsi's angehet, da muß man sich solcher Lnkropi-onours nicht eherals in den letzten Nothfall bedienen, weil dieselbe gemeiniglich ärger wie dieJuden seynd und die vonrdss zu einem sehr hohen Preyse bringen, auchsolche gantz oxorbitunt theuer verkauffen ..." Im Gegentheil legteer Gewicht darauf, daß die Vorräthe möglichst billig beschafft wurden unddabei die Möglichkeit eines günstigen Wiederverkaufes gewahrt blieb, fallsnichts aus dem Kriege wurdet*) Auch für das rechtzeitige Vorhandenseingeistiger Getränke will der König durch den Staat sorgen lassen. „Wennman eine Lxpöäition unternehmen will, so muß das (lommissnrmt auf denGrentzen dahin genügsames Bier brauen und Branndtwein brennen lassen,auf daß die iLrwdo, wenigstens vor die erste Zeiten, damit wohl versorget

*) puvllonm bedeutet hier militärische Oeffentlichkeit, also die Gesammthcit desHeeres.

**) Von den talouts welche ein douorut haben muh.

***) An den Etatsminister Grasen Münchow in BreSlau, 8. Marz 1749, P. K. VI, 419.

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