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3. Die Entwickelung des Königs auf strategischem Kebict.
der Fahnenflucht^') empfiehlt der König eine vernünftige Schonung desSoldatenmaterials, das sich dem Kriegsherrn gegenüber immer nocheigentlich nur in einem Vertragsverhältnisse befindlich glaubte. Die Art, wieer sich darüber ausspricht, läßt die eigenthümlichen Verhältnisse der Krieg-führung im 18. Jahrhundert, besonders den unmittelbaren Einflußder Persönlichkeit des Feldherrn auf das Heer, klar hervortreten. „WannIhr die Freundschafft Eurer Soldaten gewinnen wollet, so IntiZnisi-stoder sxpoiiirst: sie nicht, ohne daß sie nicht selbst einsehen, daß es nothwendigist. . ."^*) „Ein (lensral muß popninirs sehn, er muß mit den Soldatenselbst sprechen, entweder wenn er bey ihre Zelte vorbeygehet, oder wenn ermit ihnen auf den ninroli ist, zuweilen muß er sehen, ob des Soldaten Feldt-Kessel zu kochen hat, man sntrirst in ihre kleine Nothwendigkeiten, und thutwas man kann, um sie zu sonlnKiran, man ersparet ihnen unnütze IntiZinzii,dahergegen muß man nach aller Schärfst der Gesetze wider denjenigenSoldaten verfahren, der Meuteret) machet, der rniZonnirst, oder derplündert; die ässsi-tonrs straffet man auf das strengeste...." Aber auch inanderen Richtungen wollte er auf das unzuverlässige geworbene MaterialRücksicht genommen wissen. Jede rückgängige Bewegung wirkte stark lockernd,und bei Rückzügen verschwanden viele von den theuer bezahlten Kerls. Daher sagtder König: „Seyd Ihr gewisser Unisoim äs Zusrrs halber obli^irst, mit der^rniss ein Llonvsmsnt rückwärts zu machen, so äseouragirst solches Euretrouppsn. Ich habe das Glück gehabt, daß Ich mit Meiner gantzen Grinse, der-gleichen Erfahrung nicht gehabt habe, Ich habe aber nach der LntniUs von Noll-rrit? gesehen, wie viel Zeit dazu gehöret, um ein 6orps, so ässournZirst worden,wiederum zu rnssurirsu, denn Meine Onva-Usris war dermalsten so weitherunter, daß sie glaubte, Ich lieferte sie auf die Schlacht-Bank, wenn Ichvon ihr nur einiges Oslnsliswsnt ausschickte." ^*) In solchen Fällen wardaher die persönliche Haltung des Feldherrn von größter Wichtigkeit.. . . „Die Kunst seine Gedanken zu verstellen oder die äiasimnlntion isteinem jeden Menschen, der große ncknirsn zu führen hat, ohnumgänglichnöthig. Die gantze Xruicks liefet ihres Osnernls sort aus seinem Gesichte,sie sxnminirst die Ursachen warum er guter oder übler üumsnr ist, seineGeberden, und mit einem Worte, nichts osüappirst ihr davon; Ist erpAimst so sagen seine Oltkoibrs, Unser Osnor-U hat gewiß ein großes ässLsinvor; Siehet er traurig oder verdrießlich aus, so sagt man, Das ist, weil dieSachen übel gehen, und ihre Einbildungs-Krafft, die auf ungegründete Muth-massungen fället, macht sodann, daß sie das Uebel vor größer halten, als esin der That ist; Dergleichen drnils ässoiirnZirsn alsdann, sie lauffen durchdie ^ 1 -mcks und kommen endlich aus Eurem 2ager in die feindliche ^rniss;
*) Bergt. Seite 299.**) Ä. P. XXlV. A.»**) G. P. xXtV. A.