Wahrnehmungen und Folgerungen allgemeinen Charakters.
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zahlreichen Feinde, dessen Artillerie noch nicht heran war, immerhin einengewissen Schutz boten. Ferner gab es noch viele feste, zum Theil hoch-gelegene und der damaligen Artillerie unerreichbare Schlösser. Sie wurdendie Zuflucht der Landbevölkerung beim Nahen eines feindlichen Heeres.Khevenhüller sagt: „Da man befürchtet, daß der Feind ankommen wird, lassetman Alles von dem sxponirtsn Land hereinbringen ... in solchem Falleläßt man, ihn zu vertreiben, alle Früchte und I'ouraM in die nächsteFestung bringen oder aber verbrennen..."*) Ein Kriegsbaumeister zähltunter die Zwecke der Festungen Folgendes:**) „. . . indem selbige dieSchätze des Landes verwahrlich erhalten und den Unterthanen Zuflucht geben".Moritz von Sachsen erkennt aber bereits die in dieser Verwendung derFestungen liegende Schwäche und sagt: „uns raison plus körte snoors inspsrsuaäs czns Iss villss kortiückss sont äs inanvaiss ääksnss. 6'sstgns, supposä Hus I'on kasss nn inaA'asin eis vivrss pour trois inois äs»arnison; äss «gu'slls sst invsstis, il a pas ponr üuit gours äsvivrss, paros czu'on a pas oomptck sur vin^t, trsnts ou Huarants inilksdoueüss eiuäl kaut nourrir, par ka raison Hns Iss üaditans äs 1a eam-pagms s'^ räknZisnt avss Isars süsts. . ,^***) Im Jahre 1740 erwog manin Wien, „wie die Stadt IVisnn bei feindlichen Oonjunotnrsn nicht Raumgenug habe, das flüchtige Landvolck mit ihren küssten aufzunehmen. . ,"f)Je mehr Städte man also in Besitz bekam, desto mehr war das Land-volk verhindert, dem flachen Lande die Vorräthe zu entziehen. Die Städtedienten dann als Punkte zur Anlage von Magazinen, und je vertheidigungs-fähiger sie waren, desto besser. Um sie in seine Gewalt zu bekommen, wandteman, so lange es ging, gütliche Mittel an, da eine gewaltsame Wegnahmedoch stets mit einem gewissen Aufwand an Kraft und Zeit verbunden war.
Die angeführten Umstände wirkten im Verein mit den Besonderheitender Werbeheere sv stark auf die Kriegführung ein, daß selbst die kräftigstenFeldherren nicht vermochten, dauernd entschiedener zu handeln als ihreVorfahren und Zeitgenossen.
Die Erfahrungen nun, die König Friedrich in den ersten beidenSchlesischen Kriegen gemacht hatte, haben sich ihm tief eingeprägt. Schonin der „Ilistoirs äs mon tsmps^ findet sich der erste Niederschlag davon,und in den „dsusral-Uriusipia." legt er sich die Folgerungen zurecht, die eraus den Hindernissen ziehen zu sollen glaubt, die zu seiner Zeit der Heer-fnhrung entgegenstanden; sie gelangen hier zu lebendigstem, anschaulichstemAusdruck.
Vor Allem galt es, den Zusammenhalt der Truppen während der langenFeldzüge zu sichern. Nächst den bereits angeführten Mitteln zur Verhütung
"l „Idee vom Kriege."
Rimpler, Die bevestigte Bestung, Franckfurt, 1674.
E) Ilüvsi-iös, II, 12. '
kl Wiener Kriegsarchiv.
Kneg-Zgcschichtliche Einzelschrisicn. V. (Hest 27.) ^
Svldutci
materialo.