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2. Die Entwickelung des Königs auf taktischem Gebiet.
seine taktische Richtigkeit bricht sich mühsam nur als Niederschlag unwill-kommener Erfahrungen Bahn, so daß die richtigen Folgerungen nicht gezogenwurden. Anders bei Friedrich. Bereits in der Instruction von 1746,also unter dem unmittelbaren Eindruck der Kriegserlebnisse, kommt er zufolgender Erkenntniß: ^(juant an Zranci pas äs l'inlantnris st l'attaosus1s fusil snr l'spauls, g'ai äs trss donnss raisons pour 1a prälärsr atonts antrs pures gns es n'sst pas 1s plus ou 1s woins äs inorts<pii ääoiäs ä'nns uetion, inuis 1s tsrrain gus vous Aag'ns?, pures «guses n'sst pus 1s ksu mals 1a eontsnanes pul 6at l'snnswi st puresgus vous ääeiäs 2 bisn plus vits sn mareüant a I'snnsmi «gu'sn vousainusant a tiraillsr ....^*) Ein Jahr später drückt er sich noch be-stimmter aus: „Die gantze koros unserer tronppsn bestehet imattaguirsn, und wir würden thöricht handeln, wenn wir, ohne Ursache,darauf rsnoneirsn wollten."**) Hier schon erkennen wir den Grundsatzdes Angriffs für die Infanterie als ein Prinzip von Kraft und Ge-schlossenheit. Der König begründet ihn aber auch mit dem Hinweisedarauf, daß ein frischer Angriff weniger Menschen koste als ein längeresGefecht zur Erringung der Feuerüberlegenheit. Er sagt: „Man msnaZIrstden Soldaten in Lataillsn dadurch, daß man den Feind bei seiner Schwächeangreift und ihn bald sxpsäirst. Dahero je vivsr die attagusn seynd,je weniger Lenthe kosten sie, und wann Ihr die Ilataillsn kurtz ausmachet,so benehmet Ihr, so zu reden, der Zeit die Gelegenheit, Euch viele Menschenwegzureißen, und wann der Soldat auf solche Arth von Euch angeführet wird,so bekommt er ein Vertrauen zu Euch und sxpovirst sich mit Vergnügenaller Gefahr."**"'), In dieser Auffassung hatte Friedrich zwar einen Vor-gänger an Folard, der den Angriff ausdrücklich mit dem Hinweise daraufstützt, daß dadurch der Kampf abgekürzt, mithin weniger blutig würdeF)Dafür aber ahmt er nicht die Einseitigkeiten des geistreichen Franzosen nach,verwirft dessen Kolonne und den Vorschlag, die Infanterie mit Piken zu be-waffnen, wodurch Folard deren Angriff erst lebensfähig machen will, undentschließt sich zwar zum Angriff, aber in den der Preußischen Armee geläufigenFormen.fifi) In der Art, wie der König so das Brauchbare aus den Schriftender Theoretiker herauszieht, das für ihn nicht Verwendbare aber bei Seiteliegen läßt, zeigt sich die Stetigkeit seines militärischen Denkens. Auch inanderen Richtungen zeigt sich sein weises Blaßhalten. Er schreibt seinenGeneralen immer wieder vor, den Angriff ohne Feuer an den Gegner heran-
*> Vergl. Anhang Nr. 7.
G. P., A. XXIll.
***) Von denen Talents, welche ein dsnsrnl haben muß.
p) Pariser Ausgabe 1754, 28.
f f) Die Piken und die Folardschen Kolonnen hatte Friedrich erprobt, 1755 aberverwirft er sie.