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Friedrich des Großen Anschauungen vom Kriege in ihrer Entwickelung von 1745 bis 1756
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X. Im Allgemeinen und Taktik der einzelnen Waffen.

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sie zu überwinden, keineswegs ab und steht in jedem Falle hoch über dembis dahin für erreichbar Gehaltenen. Er suchte in der Schlacht, wie wir sehenwerden, die Hindernisse, von denen nach damaliger Auffassung jedes Schlacht-feld starrte, durch die Raschheit der eigenen Bewegung und durch das richtigeAnsetzen des Angriffsstoßes auszugleichen, er griff nach dem aktiven Element,während die Mehrzahl seiner Zeitgenossen das Gelände als eine passive Unter-stützung ansah und benutzte. Von dieser letzten will der König nicht viel hören.Er giebt zwar Lehren für das Besetzen von Stellungen sowie für dasEinrichten vonrstrunollsinsnts", aber nur widerstrebend, und erklärt,mein prinoipnnm ist, daß Ich niemahlen mein gäntzliches Vertrauen ineinen Posten setze, dafern es nicht^silpusmsut äsmonstrirst ss^, daßsolcher iimttÄtpnnlllo; alle Dörfer, welche sich vor der ^.rmcks oder auf deren

Flügels finden, würde Ich anstecken lassen."*). Diese Auffassung

entsprach völlig dem Drange, sich vom Gelände, das damals eine zweifelloszu große Rolle spielte, freizumachen. Bezeichnend für den Fortschritt in dieserHinsicht ist, daß er 1755 in seinen taktischen Beispielen den Vortheilund den Nutzen des Geländes stets beim Gegner voraussetzt und sich dieAufgabe stellt, durch höchst aktives Verfahren diese Nachtheile auszngleichen,wobei er freilich betontsi 1'on pouvnit ävitsr äs 1'/ ntta-lpusr, os ssraitmon nvis; wais s'il v a nckosssitä allsolns äs ls lnirs, voisi Is ino^snä'^ parvsnir. . ."**) Er hatte also sehr wohl erkannt, was seine Gegnerihm entgegensetzen würden. Dem gegenüber überzeugt er sich, daß der Erfolg fürihn nicht in der Einnahme möglichst fester Stellungen, nicht in der Sicherungseiner Front durch vorliegende natürliche Hindernisse, nicht in dem Anklammernan Wälder und Dörfer, sondern in möglichster Initiative liege, wenngleicher seine Generale anweist, die Truppen, wo es sich thun läßt, überhöhendaufznstellen, ihre Flügel anzulehnen, ja selbst sie hinter Gräben und Hohlwegezu stellen, dies aber wohlgemerkt nur dann, wenn kein Kampf beabsichtigtwar . . .wann man seine Ironppsn auf solche ^.rt äisponirst, so hat manniemahls zu befürchten, von dem Feind a-ttn-pnirst zu werden."***) DieserTheil der Geländebenutzung bezog sich fast ausschließlich auf die Lagerkunst;für das Gefecht handelte es sich vornehmlich nur um Erkenntnis) der örtlichschwächsten Stelle beim Feinde und um Vermeidung dessen, was die GegnerBenutzung des Geländes nannten. Die Gefahr, die in dessen zu ausgedehnterBenutzung lag, entging dem König nicht.Bey denen Uostsn hat man sichWohl in Acht zu nehmen, damit man seine tronppsn nicht an Oerter plaoirs,wo sie nicht schlagen können. Unser Lager bey Orotürrn, im Jahr 1741, taugtedeshalb nichts, weil die Mitte und der linke Flügel von solchen, hinterimprnktilealäs Moräste standen ..." und nun wird das Beispiel von

G. P., XX >1. N.

I', 6. Ir.

***) G. P. VU, A.

Bestreben, sichvom Geländefrei.zumachen.