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Friedrich des Großen Anschauungen vom Kriege in ihrer Entwickelung von 1745 bis 1756
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245
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Im Allgemeinen und Taktik der einzelnen Waffen. 245,

legcnheit seines Kriegswerkzeuges führte ihn alsbald zu praktischen Folge-rungen, dessen Verwendung betreffend, und darum ist der Hinweis auf diesenGlauben so wichtig. Zwei große Grundgedanken^)Oonevak-l'riuoipin" würde der Große König gesagt haben die sein ferneres

kriegerisches Denken bestimmten, knüpften sich an dies Bewußtsein von der

Stärke seines Heeres. Zuerst die lleberzeugung, daß Truppen destoleichter zu führen, Heere desto bequemer zu handhaben seien, jebesser ihre Schulung und Ausbildung ist. So schreibt er an Moritzvon Sachsenplus Io-; tvonpos sont Iionnos, dion clisoiplinöos ot Iiion

oowposckos, inoins il ^ n cl'art ä, los oonckuiro . . Sodann die An-

sicht, daß preußische Truppen es im Kriege stets getrost mit einemstärkeren Feinde aufnehmen konnten. In denIll-osots zu Onm-paosuou^, einem der in der gedruckten Ausgabe der(louoral-l'rinoipia.^fortgclassenen*^) Artikel heißt es:Was die Anzahl der tvonppou anlanget,so ist es hinreichend, wann Ihr 75/in Mann habet, welche Ihr allemahllOO/w andern Leuten entgegen stellen könnet. " 7 )

Diese beiden Gedanken sind vollständig neu und erheben sich weitüber das militärische Denken der Zeitgenossen. Anklänge an den ersten findensich zwar bei Tnrenne, der einmal im Jahre 1674 ausgesprochen hatte,man müsse dann Schlachten liefern, wenn man sein Heer an Zahl undGüte überlegen gemacht habe. Er führt dies aber nicht weiter aus, unddieser Gedanke verschwindet sodann wieder.ff) Bei den von Friedrich nam-haft gemachten Schriftstellern findet er sich überhaupt nicht mehr. Der zweiteGedanke der die innere Ueberlegenheit der Preußischen Truppen über ihreGegner scharf zahlenmäßig ausdrückt, hat kein Gegenstück in der neuerenKriegswissenschaft überhaupt. Es läßt das so recht erkennen, daß dieseSchlüsse kostbare Ergebnisse lebendiger Erfahrung waren. 777 )

Auf diesen beiden Gedanken baut sich die ganze Mühe und Arbeit auf,die der König auf die Schulung seines Heeres von 1746 bis 1756 verwendet,um cs aus der Höhe zu erhalten, die es zur Zeit des Dresdener Friedenseinnahm . . .Bey einer 4.riooo muß alles bis zur Vollkommenheit ge-trieben werden, und daß man sehe, daß alles was in der ^rwoo geschehet,

chLeitmotive" könnte man sie nennen.

**) 3. Oktober 1740, P. K. V. 202.

***> Siehe Seite 238.s) Bergt. Anhang Nr. 5.

14) Bergt. Anhang Nr. 13.

1414 Max Lehmann theilt in seinen: WerkeFriedrich der Große und der Ursprungdes siebenjährigen Krieges", Leipzig 1804, nachstehende Stelle aus dem vom Könige1752 niedergeschriebenen politischen Testamente mit (Seite 05): 40:r iuäustris nous»ons tirous ä'atkalrs aveo Iss tronpss, sn Iss laisaut manosuvrsr »Isux tois plusgns osllss äs I'snnsml st kui prssantant, äs gnslgus süts gu'II visnns, tonjours Issmsniss Iwmmss, es gut. ns laisss pas äs Iss tatlAusr dsauoonp st äs snppossrOsanooup äs vlg'Ilanos äans sslui gni Iss insns.

Nrie^Sgejchichtlichc Einzclschristcn. V. lHest 27.1 2