8. Die militärischen Schriften des Königs 1745 bis 1756.
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öffentlicht. Der erste Blick zeigt, daß man es hier mit einem Entwürfe zuthun hat; Stil und Rechtschreibung lassen viel zu wünschen, es finden sichhäufige Verbesserungen vor, ganze Absätze wurden gestrichen und dafür zuweilenandere angehängt.*) Das Manuskript ist ganz von des Königs Hand, amSchlüsse findet sich statt einer Unterschrift das Wort.,Dio8it". Da die In-struotion nur zu des Königs eigenem Gebrauch bestimmt war, läßt er sichdarin sehr frei aus, giebt seine innersten Gedanken wieder, so daß sie sich alsein getreues Spiegelbild seiner Auffassung vom Kriege unmittelbar nach Be-endigung des zweiten Kampfes um Schlesien darstellt.
Am 2. April 1748 hatte der König eine Umarbeitung dieser „Instruo-tion" vollendet, die nunmehr den Titel „Dos prinoipos Zondraux äs ln^norro, upplicsuos L In taotigno ot ü In disoiplino dos troupos prus-sionnos" führt und 31 Artikel enthält.**) Ihre Fassung weicht vielfachvon der früheren ab und bringt folgende neue Artikel „XXVI, „Dour<guoiot oommsnt on livro dataillo" — XXVII, „Oos ünsurds st dos kortuitsgui urrivont n In gnvrro^ — XXVIII, „871 kaut osu'nn Adndrultionno dos oonsoils do Auorro". Neben unwesentlichen Aenderungen derUcberschriften der einzelnen Kapitel und deren etwas abweichender Aufeinander-folge ist hcrvorzuheben, daß die beiden ersten Artikel der ursprünglichen „In-struotionH nämlich die Einleitung, die den Mitteln gegen die Fahnenfluchtgewidmet ist, und „do In. cpmlltd dos troupss prussionnos 6t du morito(pd lour ost propro^ in der zweiten Fassung in einen Artikel „dos trouposprussionnos, do lours ddlnuts ot do lours nvnutn^os^ znsammengezogensind. Endlich ist der ursprüngliche Titel des Artikels XX V „Dos rnisons domos nouvollos mnnoouvros do onvnlorio ot d'inknntorio^ umgcändert in„Dos nouvollos mnnoouvros do I'nrmdo^ und führt die Zahl XXIX.Diese Auslassungen und Zusätze lassen einen Wandel in der Anschauung desKönigs erkennen, soweit der Fortfall von Begründungen seiner Absichtenund Entwürfe nicht daraus zu erklären ist, daß er dieses Werk, wie er inder Vorrede sagt, als eine Lehrschrift für seine Generale ansieht. Da mochteManches anders zu fassen sein als in der „Instruction^, in der er, obwohlauch sie bereits eine Vorarbeit für die den Generalen bestimmte Lehrschriftist, zunächst seine Gedanken für sich selbst ordnet, festlegt und zusammenfaßt.***)Die „Drinoipos Adudrnux" wurden zunächst den Generalen nicht bekanntgemacht. Nur der älteste Bruder, der Prinz August Wilhelm von Preußen,erhielt ein Stück mit dem Hinweise darauf, daß die „Driuoipos «'onornux^in denkbar größter Vollkommenheit die für Preußen geeignetste Art, Krieg zuführen, enthieltcu.f)
*) Wo Auszüge uns dieser „I»st>rnnt.tt,n^ angeführt werden, ist die FranzösischeRechtschreibung richtiggestellt worden.
Abgcdrnckt in den „Oonvro-r', XXV >>l.
"**! Onnvras, XX V II I, XvortissvniLiit Uv I'I'iüit.enr.
4) Das Begleitschreiben vom 19. Juni 1748, Ovuvros XXVI, 10t—103.