1. Einleitung.
Militärische
Instruktionen.
Militärische
Lchrschriften.
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Erörterungen über allgemeine militärische Gegenstände und sind sehrwerthvoll, weil sie uns die Urtheile des Königs über das, was er aufmilitärischem Gebiet erfuhr und erlebte, unmittelbar und zeitlich geordnetüberliefern.
Gleichfalls dem praktischen Bedürfnisse von Fall zu Fall entstammen diemilitärischen Instruktionen. Folgende sind gedruckt:
1. „Instruktion für die Generalmajors von der Infanterie undInstruktion für die Generalmajors von der Kavallerie", voml4. August 1748, größtentheils vom Könige selbst deutsch niedergeschrieben, vomKabinetssekretär Eichel vielfach verbessert und die Abschriften wieder mitZusätzen von des Königs Hand versehen. Die höheren Generale erhieltenbeide Instruktionen, die Generalmajors nur die ihrer eigenen Waffe und zwarin der schließlichen Fassung, die in den Oouvoos vorliegt;*) die Instruktionenwaren von den Empfängern geheim zu halten.**)
2. „Instruktion für den Obersten Lattorf, als Kommandantenin Cosel". Vom Könige selbst deutsch niedergeschrieben und vom Kabinets-sekretär auf den 9. Dezember 1753 datirt; enthält Weisungen für den Falleines feindlichen Einbruches in Schlesien und einer Belagerung von Cosel.***)
3. „Instruktion für den Prinzen Ferdinand von BraunschweigLiebden als Gouverneur der Festung Magdeburg." Die Urschrift vondes Königs Hand wurde am 1. November 1755 von Eichel ins Reine ge-schrieben. Diese Abschrift liegt dem Texte in den Osnvros zu Grunde.
4. „Instruktionen für den Generalfeldmarschall v. Lehwaldt,als General su oüsl von den sämmtlichen in Preußen stehenden Truppen,was derselbe, nach dem ihm gegebenen Ukoin-pouvoir, bei daselbst vorfallendemKriege zu thun und zu beobachten hat." Diese Instruktion, am 23. Juni 1756verfaßt, giebt dem Feldmarschall Weisungen für den beginnenden Krieg.si)
Von bedeutend höherem, allgemeinerem Standpunkte gehen die gleichzeitigenmilitärischen Lehrschriften Friedrichs des Großen aus. Es sind dies:
1. Die General-Prinzipia vom Kriege. Bald nach Beendigungdes zweiten Schlesischen Krieges, im Jahre 1746, schrieb der König eine „1n-Ltrnlltion ponr kos A'cknckrnnx gui nnront ü oommnnäor <168 äätneüomenlÄ,ckss niios, ciss sooonäos UZN68 6t ä68 nrw66Z pi'N88i6nu68", die in einerEinleitung und 27 Artikeln eine Art Abriß der höheren Kriegführung fürdie Generale der Preußischen Armee gab. Dieses Werk, dessen Urschrift imKöniglichen Geheimen Staatsarchiv aufbewahrt wird, wurde niemals ver-
*! Onuvrsn XXX, 151 sf.
**! Bei Landeshut fielen 1700 durch die Gefangennahme des Generals Fonguödessen beide Exemplare in Oestcrreichische Hände.
spätere Generallieutenant v. Lattorf hat Cosel im Siebenjährigen Kriegezweimal verlheidigt.
7) P. K. Xll, 448 ff.